Camping wird in vielen Ländern teurer

Lesedauer: 4 Min
Deutsche Presse-Agentur

Campingurlauber müssen in diesem Sommer in mehreren Ländern Europas tiefer in die Tasche greifen. Im Schnitt steigen die Preise um 3,8 Prozent, hat der ADAC in München bei einem Vergleich von zwölf beliebten Reiseländern herausgefunden.

Allerdings ergibt sich je nach Land ein unterschiedliches Bild: In Euro-Ländern wie Italien (plus 5,5 Prozent) und Spanien (plus 5,6 Prozent) sowie in der Schweiz (plus 9 Prozent) ziehen die Preise an. Dagegen müssen Urlauber aus der Eurozone auf vielen Campingplätzen außerhalb ihrer Währungsgemeinschaft weniger bezahlen: Wegen der Kursentwicklung wird Camping in Schweden und Polen laut ADAC um gut 10 Prozent günstiger.

Nach Angaben des Automobilclubs kostet ein Campingplatz-Aufenthalt von zwei Erwachsenen und einem 14-jährigen Kind inklusive aller Nebenkosten europaweit im Schnitt 31,80 Euro pro Nacht. Das teuerste Land ist Italien mit durchschnittlich 41,91 Euro, gefolgt von Spanien (39,53 Euro) und Dänemark (37,39 Euro). Durchschnittlich am günstigsten sind die Campingplätze in Polen (19,46 Euro). Nur wenig teurer sind Plätze in Schweden (21,99 Euro) und Ungarn (23,22 Euro).

In Deutschland kostet die Übernachtung von zwei Erwachsenen und einem Kind mit allen Nebenkosten im Schnitt 24,71 Euro. Das ist laut ADAC ein Anstieg um 2,06 Prozent im Vergleich zum Sommer 2008. Damit ist Deutschland das viertgünstigste der zwölf untersuchten Länder. Unter dem europaweiten Durchschnitt liegen auch die Campingkosten in Österreich (28,82 Euro pro Nacht) und in der Schweiz (30,81 Euro).

Die vom ADAC genannten Durchschnittspreise für einzelne Länder zeigen allerdings noch nicht die breiten Preisspannen, die es zum Teil in den Urlaubsregionen gibt. So kann ein Campingplatz in Italien im günstigsten Fall etwa 20 Euro pro Nacht kosten, im teuersten Fall sind es 70 Euro. Eine ähnliche Preisspanne besteht in Frankreich.

Teuer sind vor allem Plätze am Meer. So müssen Italien-Urlauber über dem Landesdurchschnitt liegende Kosten zum Beispiel auf den Inseln Elba und Sardinien, in der Toskana und in Venetien einplanen. In Frankreich liegen die teuersten Plätze laut einer ADAC-Sprecherin an der Côte d'Azur, in der Provence und in der Mittelmeerregion Languedoc-Roussillon sowie zum Teil in der Bretagne und der Ardèche.

In Deutschland beträgt die Preisspanne etwa 13 bis 48 Euro pro Übernachtung. Auch bei den Campingplätzen im Inland liegen die Küstenregionen vorne, wobei laut der ADAC-Sprecherin allerdings Mecklenburg-Vorpommern inzwischen die Nordseeküste überholt hat.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen