Bundeswehr-Veto reduziert Zahl der Häuser „Am Mäuerle“

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So stellt sich der Architekt Jörg Aldinger das neue Baugebiet „Am Mäuerle vor“. Im Vordergrund die Hasenstraße, über einen Verk
So stellt sich der Architekt Jörg Aldinger das neue Baugebiet „Am Mäuerle vor“. Im Vordergrund die Hasenstraße, über einen Verkehrskreisel geht es in die Straße Steigle. Die Häuser südlich des Steigle – auf diesem Bild links davon – werde (Foto: Aldinger/SVL)
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Das Wohngebiet „Am Mäuerle“ muss kleiner dimensioniert werden als von der Stadt vorgesehen. Die Bundeswehr habe schwerwiegende Bedenken gegen den Bebauungsplanentwurf geltend gemacht, informierte Oberbürgermeister Gerold Rechle am Montag den Gemeinderat.

Im Juli 2017 hatte der Bau- und Umweltausschuss beschlossen, den Planentwurf öffentlich auszulegen. Von 160 bis 180 Wohneinheiten war die Rede.

Die Stellungnahme der Bundeswehr zu diesen Plänen sei „sehr kritisch“ ausgefallen, unter Verweis auf den nahe gelegenen Militärflugplatz und den freizuhaltenden Luftkorridor, berichtete Rechle am Montag. „Es geht um die Höhenentwicklung und um Lärm.“

Bei Gesprächen Anfang Mai habe man einen Kompromiss gefunden, den die Bundeswehr mittragen könnte, sagte der OB. Auf die südlich der Straße Steigle vorgesehene Häuserreihe muss dabei aber verzichtet werden. Dieser Bereich sei eigens in den Geltungsbereich des Bebauungsplans aufgenommen worden, um Belangen von Grundstückseigentümern gerecht zu werden und die freiwillige Umlegung zu einem guten Abschluss zu bringen, hatte es vor zehn Monaten im Ausschuss geheißen.

Höhenbeschränkungen wird es nach Rechles Worten auch bei Anpflanzungen geben. Baukräne sollten möglichst in den Sommermonaten aufgestellt werden, sie bedürften der Genehmigung durch die Bundeswehr.

Das städtische Baudezernat arbeitet die Änderungen jetzt in den Planentwurf ein. Gerold Rechle kündigte ein Lärmschutzgutachten an. Sein Fazit: „Es geht weiter, aber mit spürbaren Einschränkungen.“

Das 5,5 Hektar große Areal „Am Mäuerle“ ist eine der letzten größeren Wohnbauflächen am Rand der Kernstadt. Ein Teil der Grundstücke gehört der Sparkasse Immobilien BC. Der Stuttgarter Architekt Jörg Aldinger hat im Auftrag der Stadt ein städtebauliches Konzept erarbeitet.

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