Bundesverdienstkreuz für Harry Brambach

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Bundesverdienstkreuz für Harry Brambach
Bundesverdienstkreuz für Harry Brambach (Foto: Verband des Kraftfahrzeuggewerbes)
Aalener Nachrichten

Aalen (an) - Für sein jahrzehntelanges Engagement im Kfz-Gewerbe auf Landes- wie auf Bundesebene hat Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut am Montag, 12. Oktober, das von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehene Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland an Harry Brambach, der 1944 in Aalen geboren wurde, überreicht. „In den zehn Jahren als Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes – der eigentlichen ‘Ära Brambach‘ – und weit darüber hinaus haben Sie die Welt der Autohäuser, Kfz-Meisterbetriebe und Tankstellen in unserem Land nachhaltig geprägt und auf einen guten Pfad in Richtung Zukunft geführt“, so die Ministerin.

Bis heute sei Brambach eine wichtige Stimme der Automobilbranche, etwa im Lenkungskreis des Transformationsrats Automobilwirtschaft oder im Vorstand des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe. Viele Jahre lang habe er als Vorsitzender des Sozialpolitischen Ausschusses die Tarifpolitik im Kfz-Gewerbe an entscheidender Stelle mitgestaltet. „Gemeinsam mit den Gewerkschaften, bei denen Sie stets hohen Respekt genossen, haben Sie wichtige tarifpolitische Meilensteine gesetzt“, so die Ministerin. Dazu gehörten beispielsweise erste Übernahmeregelungen für Auszubildende, Regelungen zur Altersteilzeit sowie wegweisende Flexibilisierungen der Arbeitszeit und Abkommen zum Beschäftigungsschutz. „Seit der Zeit Ihres Wirkens nehmen die Tarifabschlüsse in Baden-Württemberg im Kfz-Gewerbe eine bundesweite Vorreiterrolle ein und werden oft von anderen Tarifgebieten als Musterabschlüsse übernommen.“

Besondere Verdienste habe sich Brambach auch bei der Gestaltung des Strukturwandels im Kfz-Gewerbe erworben. „So waren Sie zum Beispiel an der Anpassung und Weiterentwicklung neuer Berufsbilder beteiligt, um in den Werkstätten den notwendigen Service auch für digitaler werdende Fahrzeuge, für Hybrid- und Elektroautos anbieten zu können“, sagte die Ministerin. Unter anderem sei auf diese Weise aus dem Kraftfahrzeugmechaniker der Kfz-Mechatroniker geworden – heute der mit Abstand beliebteste Ausbildungsberuf im Handwerk.

Nach seinem BWL-Studium und Promotion war Brambach bei verschiedenen Unternehmen des Kfz-Gewerbes in leitender Funktion tätig. Seit über 25 Jahren ist der Geehrte in zahlreichen Organisationen und Verbänden des Kfz-Gewerbes auf Landes- und Bundesebene in Führungspositionen aktiv und engagiert sich dort für die berufsständischen, wirtschafts- und sozialpolitischen Belange seiner Mitglieder. Von 2008 bis 2018 war er Präsident des Verbandes des Kraftfahrzeuggewerbes BW e. V. Heute ist er dessen Ehrenpräsident.

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