Schwäbische Zeitung

Gründungsdatum 20. Dezember 1909 Anschrift Rheinlanddamm 207-209 44139 Dortmund Stadion Signal Iduna Park (81 264 Plätze) Vereinsfarben schwarz-gelb Vereinspräsident Dr. Reinhard Rauball Cheftrainer Jürgen Klopp (seit 23. Mai 2008) Mitglieder 31 000 Größte Erfolge Deutscher Meister 1956, 1957, 1963, 1995, 1996, 2002 DFB-Pokal 1965, 1989 Champions-League 1997 Supercup-Sieger 1989, 1995, 1996 Internet www.bvb.de

In Dortmund herrschte nach der Hinrunde eitel Sonnenschein. Mit 29 Punkten nach 17 Spielen stand der BVB so gut da wie seit sechs Jahren nicht. BVB-Trainer Jürgen Klopp genießt in ganz Dortmund etwas, was keinem seiner letzten Vorgänger beschieden war: Alle haben das Gefühl, dass die Mainzer Ikone der lang erwartete Messias ist.

Gerade in der Symbolik liegt die Brisanz im fußballverrückten Revier. Mitunter ist ein Sieg über den Erzrivalen FC Schalke 04 wichtiger als ein UEFA-Cup-Platz. Klopp, der nach insgesamt 18 Jahren als Spieler und Trainer in Mainz auf Händen getragen wurde und dort zuletzt nur knapp am Aufstieg scheiterte, versuchte von Anfang an diesem unkalkulierbaren Druck Gerecht zu werden. Anders als seine Vorgänger gab er deshalb kein öffentliches Ziel für die Saison 2008/2009 bekannt. Denn allzu oft waren in der Vergangenheit die Erwartungen vor der Saison viel zu hoch. Andererseits machte Klopp den Fans ein in den letzten Jahren immer wieder uneingelöstes Versprechen: „Wir wollen den leidenschaftlichen Fußball spielen, den die Leute sehen wollen.“

Schnell vergessen wollte man beim BVB die mühsame Saison von 2007/2008. Zwar durfte Thomas Doll bis zum letzten Spieltag sein Amt ausüben, dennoch musste er nach nur 14 Monaten seinen Hut nehmen. Jenseits von Gut und Böse landete der BVB auf Platz 13 und kassierte mit 62 Toren sogar mehr Gegentreffer als jede andere Mannschaft. Der einzige Lichtblick der Saison 2007/2008 war das Endspiel im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München. Doch auch hier verlor der Revierclub das Spiel unglücklich mit 1:2 in der Verlängerung.

Für seinen Anspruch eines dynamischen Offensiv-Spiels setzte Klopp in der neuen Saison auf eine radikale Verjüngung seines Kaders. Der BVB trennte sich von Steven Pienaar (FC Everton), Philip Degen (FC Liverpool), Christian Wörns, Martin Amedick (1. FC Kaiserslautern) und Markus Brzenska (MSV Duisburg). Mit dem 19-jährigen Innenverteidiger Neven Subotic, der in Mainz so etwas wie der Ziehsohn von Klopp war, kam ein talentierter junger Spieler zum Revierclub. Und Subotic schlug gleich voll ein: In den ersten 17 Partien stabilisierte er die BVB-Abwehr und erzielte zudem auch noch fünf Treffer.

Auch Klopps Wunschkandidat Patrick Owomoyela wechselte vor der Saison von Werder Bremen zu den Westfalen. Die Defensive wurde außerdem durch den Brasilianer Felipe Augusto Santana, dem eigenen Nachwuchsmann Marcel Schmelzer und dem Südkoreaner Young-Pyo Lee (Tottenham Hotspur) verstärkt. Für das Mittelfeld konnte man den in Karlsruhe überragenden Spielgestalter Tamas Hajnal verpflichten. Und vor dem ersten Bundesliga-Spieltag 2008/2009 sorgte der BVB noch für einen spektakulären Spielertausch: Stürmer Mladen Petric wechselte mit sofortiger Wirkung zum Hamburger SV und für ihn kam Klopps früherer Mainzer Lieblingsschüler Mohamed Zidan ins Ruhrgebiet.

Das Aufgebot:

Tor: 1* Roman Weidenfeller, 20 Marc Ziegler, 31 Lukas Kruse

Abwehr: 3 Young-Pyo Lee, 4 Neven Subotic, 14 Antonio Rukavina, 15 Mats Hummels, 17 Dede, 21 Robert Kovac, 25 Patrick Owomoyela, 27 Felipe Santana, 28 Marcel Schmelzer, 32 Patrick Njambe

Mittelfeld: 5 Sebastian Kehl, 6 Florian Kringe, 7 Tinga, 8 Giovanni Federico, 11 Delron Buckley, 16 Jakub Blaszczykowski, 22 Marc-André Kruska, 23 Nuri Sahin, 24 Daniel Gordon, 30 Tamas Hajnal

Angriff: 9 Nelson Valdez, 10 Mohamed Zidan, 13 Alexander Frei, 19 Diego Fernando Klimowicz, 34 Bajram Sadrijaj

* Zahl ist jeweils die Rückennummer

(Stand: Dezember 2008)

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