Bochum jubelt: 3:2 gegen Cottbus im Kellerduell

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Deutsche Presse-Agentur

Im Abstiegskampf wird das Rewirpower-Stadion für den VfL Bochum wieder zur Bastion. Mit dem 3:2 (1:1) im „Kellerduell“ der Fußball-Bundesliga gegen Energie Cottbus gelang der Revier-Elf der dritte Heim-Erfolg in der Rückrunde.

In der ersten Saisonhälfte waren die Bochumer auf eigenem Platz noch ohne Sieg geblieben. Vor 18 103 Zuschauern erzielten Joel Epalle in der 12. Minute, Christian Fuchs (54.) und Marc Pfertzel (79./Foulelfmeter) die drei Bochumer Tore, während für Cottbus Ivica Iliev (2.) und Emil Jula (50.) erfolgreich waren. Cottbus musste damit nach drei Pflichtspielen die erste Niederlage hinnehmen.

Personell musste der Gastgeber wieder umbauen, da Diego Klimowicz nach der Gelb-Roten Karte in Bielefeld gesperrt war. Dafür kehrte Stanislav Sestak wieder in den Sturm zurück. Diese Änderung in der Offensivabteilung war aber nicht der Grund, dass die Bochumer Defensive schon nach knapp 100 Sekunden kalt erwischt wurde: Iliev erzielte mit einem Schuss aus 14 Metern die Führung. Die von dem Blitztor überraschten Platzherren ließen sich dadurch aber nicht schocken und konnten schon zehn Minuten später durch Epalle ausgleichen. Er schob einen Querpass von Christoph Dabrowski zum Ausgleich ins gegnerische Tor. Dank Energie-Torwart Gerhard Tremmel, der mit einer Glanzparade bei einem herrlichen Schuss von Sestak (25.) den Rückstand verhinderte, blieb es beim 1:1 bis zur Pause.

Die Lausitzer waren nach drei Pflichtspielen ohne Niederlage und vor allem dem 2:1-Heimerfolg gegen Werder Bremen mit gewachsenem Selbstbewusstsein und als Tabellen-14. ins Revier gekommen. Besser hatte das Energie-Team, dem die zuletzt gesperrten Cagdas Atan und Daniel Ziebig wieder zur Verfügung standen, in dieser Saison in der Liga-Hierarchie noch nicht gestanden. Pech hatte Cottbus' Kapitän Timo Rost, der mit dem 118. Bundesliga-Einsatz für Energie zum Rekordmann im Verein wurde und Torwart Tomislav Piplica ablöste, aber nach 43 Minuten verletzt vom Platz musste.

Nach der Pause wieder das gleiche Spiel: Energie Cottbus ging fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff durch einen Kopfball von Jula nach Flanke von Iliev erneut mit 2:1 in Führung. Doch die Bochumer konnten schnell ausgleichen. Mit einem Freistoß-Traumtor aus gut 18 Metern in den rechten Torwinkel machte Linksverteidiger Fuchs das 2:2. Für die Entscheidung in einer munteren Begegnung zweier Abstiegskandidaten sorgte Pfertzel mit einem sicher verwandelten Foulelfmeter.

[Rewirpower-Stadion]: Castroper Straße 145, Bochum

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