Blütenreiche Lebensräume erhalten

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Der Wiesen-Salbei beginnt derzeit mit der Blüte. Neben vieler Hummeln nutzt ihn auch das Taubenschwänzchen als Nektarquelle.
Der Wiesen-Salbei beginnt derzeit mit der Blüte. Neben vieler Hummeln nutzt ihn auch das Taubenschwänzchen als Nektarquelle. (Foto: Ralf Worm)
Aalener Nachrichten

Mit 176 Maßnahmen hat der Landschaftserhaltungsverband Ostalbkreis (LEV) im vergangenen Jahr der Natur wieder auf die Sprünge geholfen. Das sagte Geschäftsführer Ralf Worm bei der Mitgliederversammlung.

Schwerpunkt der Arbeit lag beim Erhalt und der Wiederherstellung von extensiv bewirtschafteten, blüten- und insektenreichen Lebensräumen. So wurden beispielsweiseFlächen in Heubach, Jagstzell und Lorch durch die Beweidung mit Ziegen oder Yak-Rindern aufgewertet oder durch die Einsaat von Blumen an vielen Stellen blütenarme in blütenreiche Wiesen verwandelt. Zusammen mit den 550 überwiegend mit Landwirten abgeschlossen Landschaftspflegeverträgen summierte sich das Geschäftsvolumen des Verbands auf 1,88 Millionen Euro.

Bauernverbandsvorsitzender Hubert Kucher und Ralf Worm riefen die Bevölkerung dazu auf, sich intensiv am Blühflächenprojekt des Bauernverbandes www.bwbluehtauf.de zu beteiligen, bei dem jeder in direkter Absprache mit einem Landwirt die Anlage von Blühflächen finanzieren kann. Einhundert Quadratmeter Blühfläche kosten rund 40 Euro im Jahr.

Höhepunkt der Sitzung war die Vorstellung der LEV-Wiesenfibel (wir berichteten), die – bereits in zweiter und inhaltlich stark erweiterter Auflage – ab Freitag erhältlich ist. In dem 92 Seiten starken Büchlein stellt Worm die Pflanzenarten der Wiesen vor. Die reich bebilderte Fibel gibt auch allgemeine Informationen zu den Wiesen, ihrer Insektenwelt, ihrer Gefährdung und ihrem Schutz.

„Wir sollten nicht darüber streiten, wer am meisten Schuld am Verlust unserer Biodiversität hat“, so Worm, „sondern gemeinsam anpacken, um das, was noch da ist, zu erhalten und anderes zu verbessern. Hierzu müssen wir aber zunächst das kennen, was wir erhalten wollen, und hierzu bietet die Wiesenfibel viele Informationen.“

Landrat Pavel dankte dem LEV-Team für die Arbeit zum Erhalt der vielfältigen Ostalblandschaft.

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