Bevölkerungsmehrheit will nur noch Ganztagsschulen

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Schwäbische Zeitung

Landau (dpa/tmn) - Die Mehrheit der Bevölkerung will künftig nur noch Ganztagsschulen haben. 53 Prozent erklärten, die Ganztagsschule solle die alleinige Schulform werden.

Das ergab das Bildungsbarometer des Zentrums für empirische pädagogische Forschung der Universität in Landau sowie des Nachhilfeanbieters Schülerhilfe. 47 Prozent der Befragten sprachen sich darüber hinaus für die integrative Form der Ganztagsschule aus. Sie sieht eine Vollzeitschule von 8.00 bis 16.00 Uhr für alle Schüler vor, wobei der Unterricht über den ganzen Tag verteilt wird, unterbrochen von Pausen und Entspannungsphasen.

Allerdings sahen die Befragten auch negative Aspekte der Ganztagsschule: 27 Prozent finden, dass zu wenig Zeit für außerschulische Aktivitäten bleibt. 24 Prozent bemängelten, dass die Kinder nach der Schule noch lernen müssen. Zu wenige außerschulische Kontakte (22 Prozent), eine Ermüdung durch einen zu langen Schultag (19 Prozent) und ein insgesamt zu niedriger Gewinn durch die Ganztagsschule (sieben Prozent) waren weitere Kritikpunkte. An der repräsentativen Untersuchung nahmen 1816 Personen teil.

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