Betreiber eines Fitness-Studios haftet für Schäden

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Deutsche Presse-Agentur

Wer in einem professionellen Fitness-Studio trainiert, darf sich darauf verlassen, dass die Sportgeräte sicher sind. Der Betreiber des Studios sei dazu verpflichtet, die Geräte in kurzen Abständen fachkundig zu überprüfen.

So entschied das Landgericht Coburg (Az.: 23 O 249/06). Vernachlässige er die nötigen Kontrollen, so hafte er für Schäden. Ein Kunde war erheblich verletzt worden, als an einem Gerät ein Stahlseil riss und er von einer Metallstange am Kopf getroffen wurde. Seine Hörfähigkeit ist den Angaben zufolge seitdem dauerhaft eingeschränkt, er leidet an Ohrgeräuschen und Schwindel.

Das Landgericht verurteilte den Betreiber dazu, dem Mann 4000 Euro Schmerzensgeld zu zahlen und ihm auch künftige Schäden zu ersetzen. Bei ausreichender Kontrolle wäre zu erkennen gewesen, dass das Seil schadhaft war, entschieden die Richter. Das Urteil ist rechtskräftig.

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