Berufs-Etikette: Nicht automatisch „Ladies first“

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Deutsche Presse-Agentur

Auch in Etikette-Fragen gilt: Frauen sind gleichberechtigt. Das heißt, sie werden nicht nach dem traditionellen Muster „Damen zuerst“ behandelt, sondern genau wie Männer auch.

Das gilt zum Beispiel beim Begrüßen. „Dabei geht es heute nach Hierarchie“, erklärt die Etikette-Trainerin Bettina Angerer aus dem schleswig-holsteinischen Norderstedt. „Nicht die Frauen, sondern der oder die Ranghöchste werden als erstes begrüßt.“

Auch in Diskussionsrunden oder bei Konferenzen brauchen Frauen nicht bevorzugt behandelt werden. So müsse man sie nicht als erste zu Wort kommen lassen, sagt Angerer. Das heißt nicht, dass Männer sich gegenüber Frauen nun besonders hemdsärmelig verhalten sollten: Frauen die Tür aufzuhalten zum Beispiel, habe nichts mit Ungleichbehandlung zu tun. „Das ist einfach gutes Benehmen.“

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