Berlin warnt vor Rückkehr militanter Islamisten

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Die Bundesregierung warnt vor der Rückkehr militanter Islamisten aus dem pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet. Aus Deutschland sind nach Erkenntnissen des Bundesinnenministeriums in den vergangenen zehn Jahren rund 140 Islamisten in Terrorcamps dieser Region gereist.

Es handele sich um deutsche Konvertiten sowie „Dschihadisten mit türkischem oder arabischem Hintergrund“, sagte der Staatssekretär im Innenministerium, August Hanning, dem Berliner „Tagesspiegel“ (Samstag). Etwa 60 bis 80 dieser Islamisten seien bereits in die Bundesrepublik zurückgekehrt. Die von ihnen ausgehende Gefahr sei nicht zu unterschätzen, warnte Hanning. Die Rückkehrer stellten „die überwiegende Mehrheit der bis zu 100 Personen, die wir als Gefährder bezeichnen“. Hinzu kämen rund 300 weitere potenziell gefährliche Islamisten. Das gesamte Milieu schätzt das Innenministerium auf 1000 Personen.

Angesichts der sich häufenden Internetbotschaften mit Terrordrohungen gegen Deutschland befürchtet Hanning, dass El Kaida mit Anschlägen versuchen könnte, die Bundestagswahlen zu beeinflussen. Er verwies darauf, dass in den Drohungen gegen Deutschland die Wahl von 2004 in Spanien angesprochen werde.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen