Beim Weinkauf dem eigenem Gaumen trauen

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Deutsche Presse-Agentur

Verbraucher sollten sich beim Weinkauf nicht auf Gütesiegel und Prämierungen verlassen. Auszeichnungen gebe es wie Sand am Meer, sie könnten für Verbraucher eher verwirrend sein, sagte Heike Broek von der Sommelier Union Deutschland in Freudenberg.

Um die Verlässlichkeit einer Auszeichnung zu beurteilen, müssten Verbraucher wissen, wer nach welchen Kriterien prämiert. Oft säßen in den Jurys bezahlte Journalisten oder eigene Kellermeister der Hersteller. Eine Studie in den USA hatte kürzlich ergeben, dass selbst Experten in ihrem Urteil je nach Stimmung stark schwanken.

Weinkäufer sollten stattdessen eher dem eigenen Geschmack trauen und diesen schulen. Schließlich brauche man Erfahrung, um hervorragende Weine schätzen zu können, sagt Broek: „Ich habe selbst schon hoch gepriesene Weine getrunken, für die ich keine fünf Euro ausgegeben hätte.“ Das entscheidende Argument sei aber für viele Verbraucher der Preis. Über die Schwelle von sieben bis acht Euro gingen nur wenige hinaus.

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