Bei Reisekatalog auf mögliche Preisänderungen achten

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Deutsche Presse-Agentur

Pauschalurlauber verlassen sich besser nicht blind auf die Preisangaben in Reisekatalogen - inzwischen dürfen Veranstalter die Beträge nämlich nachträglich noch einmal ändern.

„Das gilt aber nur, wenn der Anbieter im Katalog mit einem Preisänderungsvorbehalt ausdrücklich darauf hinweist“, sagte der Reiserechtler Prof. Ernst Führich auf der Reisemesse ITB (11. bis 15. März) in Berlin. „In diesem Fall kann es also passieren, dass Sie sich ein Katalogangebot aussuchen und es dann plötzlich teurer ist, wenn Sie es buchen wollen.“

Die seit November 2008 gültige Regel erlaube Preisänderungen aber nur, wenn dem Veranstalter außerplanmäßige Kosten entstehen. „Das heißt, wenn sich die Wechselkurse ändern oder der Ölpreis steigt und das Kerosin dadurch teurer wird“, erläuterte Führich. Höhere Preise seien außerdem gerechtfertigt, wenn der Veranstalter zusätzliche Kontingente im Hotel oder Flugzeug nachkaufen muss, weil die gewünschte Reise schon ausgebucht ist.

Mit der neuen Regelung sei aber noch kein „Dynamic Pricing“ möglich - Katalogangebote dürfen also nicht zu täglich wechselnden Preisen angeboten werden. Im Internet sei es zwar erlaubt, dass Reisen zu tagesaktuellen Konditionen verkauft werden, bei einem Prospekt sei das aber anders.

Für Kunden, die bereits eine Katalogreise gebucht haben, ändere sich dadurch nichts, erläuterte Führich. Denn die neue Regel erlaube nur Preisänderungen im Katalogangebot, nicht aber nachträgliche Änderungen von Buchungen.

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