Bei drohendem Jobverlust rechtzeitig zur Arbeitsagentur

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Deutsche Presse-Agentur

Beim Verlust des Arbeitsplatzes ist der rechtzeitige Kontakt zur Arbeitsagentur wichtig. Spätestens drei Monate vor Ende des Beschäftigungsverhältnisses muss sich der betroffene Arbeitnehmer dort persönlich melden.

Erfährt er kurzfristiger von der bevorstehenden Kündigung, sollte er innerhalb von drei Tagen erscheinen. Andernfalls drohen Sperrfristen von bis zu zwölf Wochen, so das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Wer innerhalb von einem Jahr 21 Wochen Sperrzeiten ansammelt, verliert den Anspruch auf das Arbeitslosengeld I ganz.

Im Jahr 2007 wurden fast 640 000 Sperrzeiten verhängt. Von Januar bis November 2008 waren es 672 000, ein Plus von gut 15 Prozent. Mehr als 260 000 Mal wurde die Zahlung der Leistungen ausgesetzt, weil sich die Betroffenen zu spät arbeitsuchend gemeldet hatten. Mehr als zwei Drittel der Sperrzeiten dauern allerdings nur eine Woche, dem IW zufolge ist das der Standard im Fall einer verspäteten Meldung. In knapp jedem vierten Fall setzte die Arbeitsagentur die Leistungszahlung für das Maximum von zwölf Wochen aus. Ein Grund dafür könne zum Beispiel sein, wenn ein Arbeitssuchender ein Jobangebot der Agentur ablehnt.

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