Begegnung mit Alexandra Wacker

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 Alexandra Wacker im Selbstportrait.
Alexandra Wacker im Selbstportrait. (Foto: Günther König)
Lindauer Zeitung

Seit vielen Jahren ist es der Landeshauptstadt Bregenz ein besonderes Anliegen, Künstlerinnen und Künstlern aus der Region in den Sommermonaten eine Ausstellung im Palais Thurn und Taxis zu ermöglichen. In diesem Jahr würdigt sie das beeindruckende Werk von Alexandra Wacker mit einer Ausstellung, die bis zum 25. August zu sehen ist.

Alexandra Wacker ist eine der renommiertesten Künstlerinnen Vorarlbergs, heißt es in der Ankündigung des Veranstalters. Im Mittelpunkt ihres Schaffens stehen Landschaften und Selbstporträts. Das Nachspüren der magischen und rätselhaften Naturschilderungen und das ehrliche Begegnen mit sich selbst. Humorvoll und ernst, sehnsuchtsvoll und gnadenlos bannt die Künstlerin ihre Selbstempfindung auf das Papier.

Distanzlose Nähe zu sich selbst

Nicht was sie sieht, sondern wie sie sich spürt, wird zum Bild. Sie bevorzugt einerseits die distanzlose Nähe zu sich selbst, andererseits die kalkulierte Unschärfe des Bildes in den Landschaftsbildern und Tuschezeichnungen. Sein und Schein werden somit zu untrennbaren Zwillingen und zu Chiffren für geronnene Zeit. Für Alexandra Wacker sind die Farben Mittel, um ein Ziel zu erreichen. Alexandra Wackers Kunst zeigt vor allem, dass die figurative Malerei nach wie vor eine Möglichkeit darstellt, um sich auf die Bilderflut in der Gegenwartskultur einzulassen und sie zu bewältigen.

Im Palais Thurn und Taxis sind auf drei Stockwerken insgesamt 70 Arbeiten zu sehen. Neben den Schlüsselwerken zu den Selbstporträts und Landschaften wird im Raum „Familiengedächtnis“ auch ein Bezug auf ihre Familie und ihren Großvater Rudolf Wacker genommen. Ganz im Zeichen ihrer großformatigen Tuschearbeiten steht das Dachgeschoss. Die Farbe Schwarz, aber auch das Mystische, das Schemenhafte und das Magische dominieren diesen Raum.

Die Wurzeln der bedeutenden Künstlerin liegen in Bregenz. Alexandra Wacker wurde als Enkelin des berühmten Malers Rudolf Wacker geboren. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie im Haus ihres berühmten Großvaters, umgeben von Kunst und fasziniert vom Atelier ihres Großvaters. Ihre Großmutter, Ilse Wacker, war die prägende Figur, die immer über ihren Großvater erzählte.

Alexandra Wacker studierte Aktzeichnen u. a. bei Prof. Josef Mikl an der Akademie der bildenden Künste in Wien.

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