Bedarf an MINT-Fachkräften bleibt mittelfristig hoch

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Deutsche Presse-Agentur

Der Bedarf an sogenannten MINT-Fachkräften bleibt voraussichtlich hoch. Daran werde sich auch angesichts der Krise nichts Substanzielles ändern, meint Peter Clever, Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim Bundesverband der Deutschen Arbeitgeberverbände.

Der Fachkräftemangel in diesem Bereich sei ein strukturelles und kein konjunkturelles Problem, sagte Clever bei der Bildungsmesse Didacta (10.-14. Februar) in Hannover. MINT wird als Sammelabkürzung für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik verwendet.

Während die Arbeitslosigkeit bei Geringqualifizierten in Zukunft voraussichtlich überproportional steigen werde, sei durchaus denkbar, dass der Bedarf an Absolventen von MINT-Studiengängen beim nächsten Aufschwung noch größer sei als im Rekordjahr 2008, so Clever. Für das Jahr 2020 sei von 250 000 fehlenden Fachkräften in MINT-Berufen auszugehen. Schon jetzt liege die Ersatzquote bei Ingenieuren in Deutschland bei 0,9. Das heißt: Nicht jede Stelle, die frei wird, weil ein Ingenieur altersbedingt zu arbeiten aufhört, kann wieder besetzt werden. Bis zum Jahr 2020 werde diese Quote auf 0,7 sinken.

Basis dieser Prognose ist der jetzige Bedarf. Denkbar sei aber durchaus, dass er noch größer wird, so Clever.

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