Beckham in Bremen - VfB beim Cup-Verteidiger Zenit

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Deutsche Presse-Agentur

David Beckham im Bremer Weserstadion, der VfB Stuttgart beim Pokalverteidiger an der Newa und der VfL Wolfsburg unterm Eiffelturm - für die deutschen Mannschaften geht der Fußball-UEFA-Pokal jetzt erst richtig los.

AC Mailand, Zenit St. Petersburg und Paris St. Germain heißen die klangvollen Rivalen für Werder Bremen, den VfB Stuttgart und den VfL Wolfsburg in der Runde der letzten 32 Teams. Einzig der Hamburger SV hat es mit einem Underdog zu tun - dem NEC Nijmegen aus den Niederlanden.

Zumindest vom Renommée der Rivalen verspricht das Gastspiel Milans an der Weser ein Straßenfeger zu werden. Doch beide Teams pflegen derzeit ihre Wunden. Bei Werder Bremen rumpelt es in der Bundesliga gewaltig (Platz 10), und der AC Mailand trauert schon jetzt dem Titel in der italienischen Serie A nach. Nach 24 Spieltagen liegt Milan bereits elf Punkte hinter dem Titelverteidiger und Lokalrivalen Inter Mailand zurück und sucht seine Genugtuung im Europacup.

Beim italienischen Vorzeige-Club gehört David Beckham zum Kader, dagegen fehlen der verletzte Spielmacher Kaká und Stürmer Andrej Schewtschenko in Bremen. Werder kann wieder auf seinen Brasilianer Diego bauen. Der probte schon mal den Aufstand: „Ich will den Cup holen“, verkündete der Spielmacher nach verbüßter Sperre. Allerdings haben die Bremer in vier Anläufen noch nie gegen Milan gewonnen.

Beim Titelverteidiger Zenit St. Petersburg will der VfB Stuttgart der Eiseskälte im Petrowski-Stadion und dem Offensivdrang der Russen trotzen. „Jetzt haben wir die Möglichkeit, auch international ein Ausrufezeichen zu setzen“, sagte VfB-Teamchef Markus Babbel. Zwar gehört Zenit in dieser Saison nicht zu Europas Elite - in der Champions League gescheitert, in der russischen Meisterschaft nur Fünfter und Stürmerstar Andrej Arschawin an den FC Arsenal verloren -, doch der niederländischen Trainer Dick Advocaat kennt nur ein Ziel: „Ich will den UEFA-Cup verteidigen.“

Paris St. Germain scheint im Duell mit dem VfL Wolfsburg den Bundesligisten nicht richtig ernst zu nehmen. Wie schon in der Gruppenphase des UEFA-Cups beabsichtigt der Tabellenzweite der französischen Liga, seine besten Leute wie Claude Makelele, Ludovic Giuly und Jerome Rothen zu schonen. Für Trainer Paul Le Guen hat die nationale Meisterschaft Priorität. Ziel der „Wölfe“ ist ein Auswärtstor. „Das würde uns sehr helfen“, meinte VfL- Trainer Felix Magath, der erneut auf den verletzten Torjäger Grafite verzichten muss und stattdessen dem Bosnier Edin Dzeko vertraut.

Ins sportliche Niemandsland hat sich der HSV begeben. Rivale NEC Nijmegen ist ein unbeschriebenes Blatt. Erst zum dritten Mal ist der Neunte der niederländischen Ehrendivision auf Europas Bühne vertreten. „Nijmegen ist die einzige Mannschaft in Holland, die sieben Monate ungeschlagen war“, berichtete HSV-Trainer Martin Jol seinen Assen. Doch die Erfolgsserie ist schon seit einiger Zeit vorbei. Für den im internationalen Geschäft unerfahrenen Gegner wäre der Achtelfinal-Einzug ein sensationeller Erfolg. Jedoch: Der HSV wartet schon seit 24 Jahren auf einen Sieg über ein Team aus dem Nachbarland. Zuletzt setzte es drei Niederlagen gegen Ajax Amsterdam.

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