Beckenbauer nimmt Schiedsrichter in Schutz

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Deutsche Presse-Agentur

Franz Beckenbauer hat die am 12. Spieltag massiv in die Kritik geratenen Bundesliga-Schiedsrichter in Schutz genommen und zugleich die Trainer und Profis gerügt.

„Es ist fürchterlich, wenn man diese Bilder sieht: Wie Spieler, Trainer, Ersatzspieler, wie alle die Entscheidungen kritisieren. Der „Kaiser“ verwies in Zürich auf den Fußball in England, Frankreich und Spanien: „Dort können sich die Leute doch auch benehmen.“ Nach den Vorfällen vom vergangenen Spieltag hatte Schiedsrichter-Lehrwart Eugen Strigel angekündigt, dies beim Runden Tisch am 17. November in München aufzuarbeiten.

„Diese Runden Tische werden langsam eckig“, meinte Beckenbauer, für den diese Gespräche allenfalls eine kurzfristige Wirkung haben. „Da muss man Sanktionen aussprechen, damit das aufhört“, forderte der Präsident des FC Bayern München.

Der Unparteiische Jochen Dress hatte „mehr Respekt“ gefordert, nachdem er nach der Niederlage von Borussia Dortmund in Hamburg hart von Trainer Jürgen Klopp angegangen und von Abwehrspieler Robert Kovac, der daraufhin nach dem Abpfiff noch die Rote Karte gesehen hatte, beschimpft worden war.

Bei Energie Cottbus beklagte sich Kapitän Timo Rost zum wiederholten Mal: „Es fällt schon auf, dass wir benachteiligt werden.“ Nationalspieler Torsten Frings von Werder Bremen beschwerte sich, dass der Schiedsrichter „nicht mal bis neun zählen“ könne, weil der Abstand zur Mauer nicht gestimmt habe. Heftig kritisierte Stuttgarts Torwart Jens Lehmann beim 2:2 des VfB in Frankfurt Schiedsrichter Rafati.

„Das schaut so was von schlecht aus“, bemängelte Beckenbauer die heftigen Reaktionen nach umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen: „Das hat auch etwas mit Anstand zu tun. Der Schiedsrichter steckt doch ohnehin in der schwierigsten Situation.“

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