Bayrische Woche endet für SERC ohne Punkte

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 Wie schon gegen München lief es für die Schwenninger Wild Wings auch gegen Nürnberg zeitweise ganz ordentlich. Dennoch blieben
Wie schon gegen München lief es für die Schwenninger Wild Wings auch gegen Nürnberg zeitweise ganz ordentlich. Dennoch blieben Alexander Weiß (links) und seine Mitstreiter wieder ohne Punkte. (Foto: Dieter Reinhardt)
Heinz Wittmann

Die Schwenninger Wild Wings haben in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die dritte Niederlage in Serie – innerhalb von fünf Tagen – einstecken müssen. Gegen die Nürnberg Ice Tigers endete die Partie 3:5 (1:3, 2:1, 0:1).

Jamie MacQueen und Andeas Thuresson hatten in der Anfangsphase gute Chancen für Schwenningen, Nationaltorwart Niklas Treutle war aber auf dem Posten. Auf der anderen Seite vergab Eugen Alanov, Ilya Sharipov im SERC-Tor blieb gegen Will Acton Sieger. In der zwölften Minute gingen die Gastgeber in Front. Mike Blunden, der davor schon ein paar harte Checks ausgeteilt hatte, krönte einen Alleingang mit seinem zweiten Saisontor.

Nur 18 Sekunden später unterlief den Wild Wings jedoch ein Wechselfehler und Oliver Mebus konnte zum 1:1 für Nürnberg einschießen. Anschließend hatte Marcel Kurth mit einem Pfostenschuss Pech. In der 16. Minute gingen die Ice Tigers in Front. Schwenningen verteidigte schlecht und Kevin Schulz überwand Sharipov. Eine Zeigerumdrehung weiter fiel sogar das 3:1 für Nürnberg. Wieder waren die Schwenninger zu weit weg von ihren Gegenspielern. Brandon Buck hatte aber auch Glück, dass sein Schuss von Benedikt Brückners Schlittschuh unhaltbar abgefälscht wurde. Kurios: SERC-Verteidiger Brückner hatte bereits am Freitag in Straubing bei der 0:5-Pleite einen Puck an den Schlittschuh bekommen, der dann ins eigene Tor abprallte.

Auch nach dem Seitenwechsel jubelten erst einmal nur die Franken. In der 28. Minute bauten die Nürnberger den Vorsprung auf 4:1 aus. Als Torschütze konnte sich erneut Buck feiern lassen. Goalie Sharipov wirkte nicht immer sicher. Anschließend gab es einen Kampf mit blanken Fäusten, den der aktuelle SERC-Kapitän Mark Fraser klar gegen den ehemaligen Kapitän der Schwenninger Will Acton gewann. In Unterzahl kamen die Gastgeber wie aus dem Nichts zum 2:4. Pat Cannone traf ins Netz. Einen umgehenden Dämpfer verhinderte dann das Aluminium. Nürnbergs Marcus Weber traf nur die Latte. In der 40. Minute schafften die Wild Wings etwas überraschend sogar den direkten Anschluss. MacQueen hatte geschossen und aus kurzer Entfernung konnte Cannone zum 3:4 abstauben.

Plötzlich waren die Wild Wings wieder im Spiel. Bei drei Überzahlspielen im letzten Drittel fehlte dem SERC aber die Präzision, um den Ausgleich noch zu erzielen. Die Zeit lief den Neckarstädtern vor den Augen von Bundestrainer Toni Söderholm, der zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen in Schwenningen weilte, davon. In der Schlussminute nahmen sie sogar ihren Keeper Sharipov vom Eis. 22 Sekunden vor Schluss traf aber Justin Cangelosi in den leeren Schwenninger Kasten zum Endstand.

Am Montag sind die Wild Wings bei ihrem Sponsor Fürstenberg im Zelt auf dem Volksfest Wasen in Stuttgart. Viel zu feiern, gibt es nach den vergangenen drei Spielen eigentlich nicht. Mit sieben Punkten aus den ersten acht Spielen rangieren die Neckarstädter auch wieder auf dem letzten Tabellenplatz.

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