Bayerns Rummenigge warnt vor „Glückslos Lissabon“

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Deutsche Presse-Agentur

Das brisante Duell mit Michael Ballack und dem FC Chelsea bleibt dem FC Bayern München im Achtelfinale erspart - und das „Glückslos Sporting Lissabon“ sowie drei Kracher in der ersten K.o.-Runde nähren die Champions-League-Träume des deutschen Meisters.

„Damit fallen zumindest drei Favoriten auf den Champions-League-Sieg raus nach dieser Runde. Unter dem Strich kann man sagen, wir haben ein gutes Los gezogen. Aber man darf nicht glauben, dass das eine gemähte Wiese ist“, sagte Bayerns- Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Sichtlich angetan nahm er in München das Weihnachtsgeschenk aus der UEFA-Los-Trommel zur Kenntnis und auch Trainer Jürgen Klinsmann war in den Weihnachtsferien in den USA erfreut. „Kein schlechtes Los, wir haben's ganz gut erwischt“, sagte der Coach nach der UEFA-Auslosung im schweizerischen Nyon.

Die Münchner treten im Achtelfinale der Königsklasse am 25. Februar zunächst auswärts in der portugiesischen Hauptstadt an. Am 10. März wollen sie dann in der heimischen Allianz Arena den Einzug in das Viertelfinale im April klar machen. „Wir wollen ins Viertelfinale, und die Chancen hierfür stehen für den FC Bayern ganz gut“, betonte Klinsmann.

Gute Kunde für die Bayern, dagegen zog Bruno Conti als Endspiel-Ort-Botschafter aus Rom, wo am 27. Mai das Finale steigt, drei echte Knaller-Duelle. Ballacks FC Chelsea trifft auf Juventus Turin, Inter Mailand duelliert sich mit Titelverteidiger Manchester United und Real Madrid bekommt es mit dem FC Liverpool zu tun. Die Spiele FC Villarreal - Panathinaikos Athen, Atlético Madrid - FC Porto, FC Arsenal - AS Rom und Olympique Lyon - FC Barcelona komplettieren die Runde der besten 16 Teams.

„Ich glaube, unser Gruppengegner Lyon wird sich ganz schön ärgern, nicht Erster geworden zu sein und jetzt gegen Barcelona spielen zu müssen“, sagte Miroslav Klose und auch Philipp Lahm war froh: „Was da alles im Lostopf war: Inter, Chelsea, Real - da kann man wirklich zufrieden sein. Sporting Lissabon ist ein Gegner, den der FC Bayern ausschalten kann.“

Barcelona ist für Rummenigge der Titelfavorit, doch nach dem Durchmarsch in der Gruppen-Phase hat sich der FC Bayern mit vier Siegen und zwei Remis als erfolgreichstes aller 32 Teams in seiner Königsklassen-Comeback-Saison eindrucksvoll zurückgemeldet. „Wir sind nicht der Topfavorit, aber wir sind auch nicht der Wunschgegner der anderen Mannschaften“, befand Rummenigge. Seit dem Sieg im Jahr 2001 warten die Münchner auf einen neuerlichen Einzug in das Halbfinale. „Es wäre wunderbar, wenn uns das mal wieder gelingen würde.“

Der Vorstandschef war zufrieden, der Wunsch des Managers ging kurz vor Weihnachten dagegen nicht in Erfüllung. „Mein Kollege Uli Hoeneß hätte sich Chelsea gewünscht“, verriet Rummenigge, der an die „positive“ Begegnung mit Sporting in der Champions-League-Saison 2006/07 erinnerte. Nach einem 1:0 in Lissabon rückte der FC Bayern mit einer trostlosen Nullnummer zu Hause vorzeitig aus der Gruppen-Phase ins Achtelfinale vor.

Mit der erfreulichen Kunde aus Nyon und nach dem Gespräch über ein paar Personalien - unter anderem möchte der FCB den Verkauf von Lukas Podolski zum Sommer schnell über die Bühne bringen - verabschieden sich auch die Clubchefs bald in die Weihnachtspause. Bis zum Rückrundenbeginn will sich auch Kapitän Mark van Bommel entschieden haben, ob er ein Angebot des Münchner zur Vertragsverlängerung um ein Jahr annimmt. Zunächst freute er sich erst einmal. „Ich glaube, Sporting ist ein gutes Los.“

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