Bayerns Bester: Zé Roberto stark wie nie

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Deutsche Presse-Agentur

„So ein Spieler wie Zé Roberto ist Gold wert“, lobte Trainer Jürgen Klinsmann seinen Ball-Zauberer und pries ihn als Vorbild seiner Philosophie. „Er hat die Technik, die Passgenauigkeit und Passschnelligkeit, die wir sehen wollen.“ Unermüdlich rackerte der Mittelfeldmann zudem auch in den bayerischen Krisen-Tagen und war dabei mit Abstand Bayerns Bester. „Ich glaube, ich habe gerade meine beste Zeit im Trikot des FC Bayern“, befand der viermalige deutsche Meister.

Am Ball war der Brasilianer, der 1998 bei Bayer Leverkusen erstmals Bundesliga-Luft schnupperte, ohnehin stets eine Augenweide. In der vergangenen Saison zeigte er zudem hohe Qualitäten als Arbeiter und beim Grätschen, in dieser Spielzeit ist er gar der Mann für wichtige Tore geworden. Beim 1:1 gegen Lyon in der Champions League rettete Zé Roberto per Kopf den Münchnern einen Punkt. Als zweifacher Torschütze gegen den VfL Bochum bewahrte er die Bayern beim 3:3 wenigstens vor einer peinlichen Niederlage. „Ich fühle mich in sehr guter Form, hatte eine sehr gute Vorbereitung und fühle mich körperlich topfit. Dadurch kann ich der Mannschaft mit guten Leistungen helfen“, sagte der bis zum Frankfurt-Spiel 260-malige Bundesliga-Spieler.

Nicht nur in der Vorstandsetage und auf der Trainerbank ist man mit den Diensten des 1,72 Meter kleinen Brasilianers, von dessen Namensvetter im Schalke-Trikot man überhaupt nichts hört, vollauf zufrieden. Selbst für Edeljoker Tim Borowksi, der am häufigsten in den Bundesliga-Spielen eingewechselte Bayern-Profi, ist der Mittelfeld-Konkurrent zurecht gesetzt. „Zé hat eine hervorragende Form trotz seines hohen fußballerischen Alters“, befand der Ex- Bremer. Und nach Ansicht von Kapitän Mark van Bommel ist „Zé“ sowieso der beste Nebenmann im defensiven Mittelfeld. „Es fühlt sich sehr gut an, mit ihm zu spielen“, sagte der Niederländer über den derzeitigen Alleskönner, der sogar als linker Verteidiger zu gefallen wusste. „Kein Problem, ich spiele da, wo ich der Mannschaft am besten helfen kann“, sagte der brasilianische Lahm-Vertreter.

Ein Zé Roberto in dieser Form wäre sicherlich auch für Brasiliens Nationalteam ein Gewinn, aber zugunsten seines Engagements beim FC Bayern hatte der vierfache DFB-Pokalsieger nach einem einjährigen Gastspiel beim FC Santos für die Rückkehr im Sommer 2007 an die Säbener Straße auf weitere Einsätze in der „Seleção“ verzichtet. Am 30. Juni 2009, wenn sein aktueller Kontrakt beim Rekordmeister ausläuft, könnte es auch in Deutschland zu Ende sein. „Noch ist zu früh, darüber zu reden. Jetzt möchte ich mich nur auf meine Arbeit konzentrieren. Gott sei Dank läuft alles wunderbar für mich“, sagte der Mann mit dem Lebensmotto „Meine Kraft liegt in Jesus“.

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