Baustreitigkeiten: Erfolgshonorar für Anwalt sinnvoll

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Deutsche Presse-Agentur

Gerade bei Baustreitigkeiten kann es sinnvoll sein, mit dem Anwalt ein Erfolgshonorar zu vereinbaren. Denn beim Bauen geht es meist um hohe Streitwerte.

Wichtig sind dann aber klare Absprachen zwischen Mandant und Anwalt, die auch schriftlich festgehalten werden sollten, rät die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Bau) im Deutschen Anwaltverein (DAV). Vereinbart werden muss beispielsweise, wie viel Prozent der Anwalt beim erfolgreichen Abschluss einer Klage bekommt.

Festgelegt werden müsse außerdem, wie der Anwalt bezahlt wird, wenn der Prozess mit einem Vergleich endet und was passiert, wenn der Prozess verloren geht. Alle Details und möglichen Prozessausgänge sollten vorab geklärt werden. Die Bezahlung über ein Erfolgshonorar ermögliche auch Mandanten in finanziell angespannter Lage eine Klage. Auf diese Weise müssten nicht bereits vor Prozessbeginn Anwaltskosten bezahlt werden. Außerdem relativiere sich das Risiko.

Erfolgshonorare sind laut der ARGE Bau aber nicht grundsätzlich, sondern nur in Einzelfällen zulässig. Vereinbart werden können sie unter anderem dann, wenn der Mandant nicht genug Geld für einen Anwalt hat, um sein Recht zu erstreiten und gleichzeitig zu wohlhabend ist, um staatliche Beratungs- oder Prozesskostenhilfe beantragen zu können.

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