2021 für Isny im Überblick: Baustellen, Pandemie und ein kleines bisschen normales Leben

Das Bürgerprojekt „Freunde der Appretur“ hat aufgegeben, das Industriedenkmal dürfte in einen Dornröschenschlaf verfallen, symbo
Das Bürgerprojekt „Freunde der Appretur“ hat aufgegeben, das Industriedenkmal dürfte in einen Dornröschenschlaf verfallen, symbolisch vorweggenommen vom Schneekleid im Januar 2021. (Foto: Liane Menz)
Redakteur

Baustellen und Corona sind auch 2021 Themen Nummer eins in Isny. Wobei Verantwortliche in Stadtverwaltung, Isny Marketing und sozialen Institutionen Woche für Woche den Spagat üben zwischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens auf der einen und gemeinschaftsstiftenden Aktivitäten auf der anderen Seite, etwa den Feierabendmärkten oder (reduzierten) Kultur- und Freizeitveranstaltungen.

Januar

Der Stadtseniorenrat kritisiert zu Jahresbeginn, dass nur ein Impfzentrum (IZ) im Landkreis in Ravensburg eingerichtet wird. Am 15. Januar kommt erstmals ein IZ-Team aus Ulm nach Isny, um im AHZ Bewohner und Mitarbeiter gegen das Coronavirus zu impfen. Ab März kommen mobile Impfteams für jedermann, allein im November und Dezember werden schließlich 13 Termine angeboten. Die Warteschlangen sind endlos.

Die Stadt übernimmt Mobilitätszentrale und DB-Agentur im Kurhaus in Eigenregie. Maskenschnitzer Fabian Häge aus Greut bei Sommersbach überbrückt die ausfallende Fasnet und bemalt Mund-Nasenschutz-Masken mit Allgäuer Braunvieh.

„Baff und sprachlos“ zeigt sich Roland Roth, Leiter der Wetterwarte Süd in Bad Schussenried, angesichts von Messungen, nach denen die Jahresdurchschnittstemperatur in Isny 2020 erstmals über 10° C lag. Das politische Ziel, die Erderwärmung auf 2° C zu begrenzen, nennt er „völlig daneben – das haben wir hier schon beinahe erreicht“.

Am 12. Januar rücken drei Dutzend Feuerwehrler zum ehemaligen Postgebäude aus, im Erdgeschoss brennt ein Mülleimer. Nach wenigen Minuten kann Kommandant Markus Güttinger Entwarnung geben, der Sachschaden ist gering – im Gegensatz zum nächsten Einsatz am 15. Januar: Auf dem Verwaltungsparkplatz von Dethleffs brennen fünf Fahrzeuge aus.

Ab der dritten Januarwoche versinkt Isny unter einer mächtigen Schneedecke. Spaziergänger verewigen die weiße Pracht auf unzähligen Fotos, Stadtverantwortliche warnen vor Schneebruch, dessen drastische Ausmaße Endes des Monats sichtbar werden – und ermöglichen Wintersport trotz Lockdown: Die Loipen werden präpariert. Ende Januar führt die Untere Argen Hochwasser.

Das Bürgerprojekt „Freunde der Appretur“ hat aufgegeben, das Industriedenkmal dürfte in einen Dornröschenschlaf verfallen, symbo
Das Bürgerprojekt „Freunde der Appretur“ hat aufgegeben, das Industriedenkmal dürfte in einen Dornröschenschlaf verfallen, symbolisch vorweggenommen vom Schneekleid im Januar 2021. (Foto: Liane Menz)

Der 21-jährige Johannes Belz von der Isnyer Blaser Group wird mit seinem Gesellenstück Bundessieger der Büchsenmacher, das Gärtnerehepaar Evi und Julius Hofer feiert am 17. Januar Eiserne Hochzeit.

Am 28. Januar nimmt das Corona-Testzentrum in St. Michael den Betrieb auf, im Februar kommen täglich fast 100 Menschen, ab 29. März werden an sechs Tagen die Woche Tests angeboten.

Februar

Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem nimmt eine Videoaufzeichnung des Musiktheaters „Kain und Abel“ vom Isnyer Komponisten Hans-Christian Hauser in ihr Programm auf. Langläufer Friedrich Moch holt am 14. Februar bei der U23-WM in Isnys finnischer Partnerstadt Sotkamo die Silbermedaille.

Eine Plakataktion von Einzelhandel und Isny Marketing (IMG) weist auf die Gefahr für Innenstädte durch den Lockdown hin, der Verwaltungsausschuss beschließt am 22. Februar ein 35.000-Euro-Hilfspaket für Geschäfte und Gaststätten. Trotz Corona will die Familie Mayer ihr Landgasthaus „Zum Kreuz“ in Beuren sanieren und erweitern.

Die Evangelische Heimstiftung kündigt an, die integrative „Start GmbH“ zum 30. Juni nach 22 Jahren zu schließen. Sie unterstützte benachteiligte Menschen bei der Rückkehr in den „ersten Arbeitsmarkt“.

Hermann „Hermes“ Greiter geht am 26. Februar nach fast 50 Jahren als „Chef-Logistiker“ bei Dethleffs in Rente. Für Freunde ist er der Isnyer „Götterbote der Musik“, der eine ganze Generation ab Ende der 1970er-Jahre durch seine Plattenkäufe in London geprägt hat.

Am 28. Februar wird die Holzhütte auf dem Skaterplatz mutwillig gesprengt, von mehreren Plätzen in der Stadt werden Vandalismusschäden gemeldet.

März

Rund 60 Feuerwehreinsatzkräfte rücken am 3. März zur Firma Wittner aus, in einer Halle ist hoch giftiges Perchlorethylen ausgelaufen. Verletzt wird niemand, nach dem Einsatz werden alle Helfer auf Corona getestet – negativ.

Bei der Landtagswahl am 14. März werden die Grünen (33,3 Prozent) in Isny stärkste politische Kraft vor der CDU (27,6 Prozent), die SPD liegt mit 8,4 Prozent nur knapp vor der FDP (8,3 Prozent) und der AfD (8,0 Prozent).

Am 15. März starten die Isnyer Schulen wieder in den Präsenzunterricht, die Stadtverwaltung organisiert 7000 Selbst-Test-Kits für die Kinder.

In ihrer Statistik für 2020 konstatiert die Polizei am 22. März im Gemeinderat einen signifikanten Rückgang der Straftaten in Isny, Postenchef Rainer Gruber und seinen Kollegen wird eine „gute Präsenz“ in der Stadt attestiert.

Am 17. März ist das Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ erstmals ein Thema: In München wird ein 1541 von Paul Fagius gedrucktes hebräisches Wörterbuch ausgestellt. Im Jahresverlauf folgen Hans-Christian Hausers Musikproduktionen im Rahmen der Isny Oper und bei den erstmals im Herbst stattfindenden Literaturtagen die Aktion „Isny liest ein Buch“.

Mit „Sarlatan“ des Komponisten Pavel Haas thematisierte die Isny Oper 2021 das Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschla
Mit „Sarlatan“ des Komponisten Pavel Haas thematisierte die Isny Oper 2021 das Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. (Foto: Babette Caesar)

Bernd Böck und Claus Halder präsentieren Ende März ihr Crowdfunding-Projekt „Unsere Bienenwiese“ und wandeln vier Hektar Maisacker an der Ostumgehung in ein Blühfeld um.

Am 29. März wird Claus Fehr, langjähriger Chef des Isnyer Bauamtes, von Stadträten und Verwaltungskollegen nach 38 Jahren als Leiter des städtischen Bauamtes herzlich in den Ruhestand verabschiedet. Seine Nachfolgerin, Katharina Haug, hatte er bereits seit einem halben Jahr eingearbeitet. Für Beuren beschließt der Gemeinderat den Neubau eines Kindergartens.

Die Neugestaltung der Hofstatt samt Stadtbach macht sichtbare Fortschritte, während im Gemeinderat wiederholt über den Marktplatz gestritten wird. Diskussionen, Anträge und Ablehnungen ziehen sich durchs Jahr, Ende September ist sogar das Fontänenfeld wieder ein Thema.

April

Joachim Dufner aus Wangen nimmt am 1. April seine Arbeit als neuer Geschäftsführer der NTA auf – in Teilzeit. Dethleffs bezieht mit seinem riesigen Ersatzteillager die ehemaligen Werkshallen von Invacare.

Weite Teile der Gemarkungen Isny, Leutkirch und Kißlegg sind ab 3. April Sperrbezirk, nachdem sich fünf Vogelgrippe-Verdachtsfälle bestätigen. Entwarnung gibt es am 7. Mai.

Am 6. April sagt die Kinderfestkommission wegen der Pandemie erneut das Isnyer Kinder- und Heimatfest ab.

Am 13. April wird das Nahwärmenetz im Mittelösch „inoffiziell“ in Betrieb genommen. Dessen Anschluss an die Firma Früchte Jork ist Thema eines Forschungsprojekts von zwei Masterstudenten aus Biberach.

Am 15. April verabreicht ein mobiles Impfteam im Kurhaus 96 Erst- und 30 Zweitimpfungen, bis Monatsende folgen fünf weitere Termine.

Die zahlreichen mobilen Impftermine in Isny werden gut frequentiert – im Bild die Warteschlange vor dem Kurhaus am 14. November.
Die zahlreichen mobilen Impftermine in Isny werden gut frequentiert – im Bild die Warteschlange vor dem Kurhaus am 14. November. (Foto: T.Schumacher)

Mai

In Großholzleute und Bolsternang schlägt die Diskussion über Tiny-Häuser hohe Wellen. Der TA des Gemeinderates verbietet „Schottergärten“ und beschließt, dass eine Verkehrsregelung auf dem Marktplatz erst 2023 gefunden werden soll. Am Pfingstwochenende wird das 50. Turm-Jubiläumsjahr auf dem Schwarzen Grat mit einem ökumenischen Gottesdienst gefeiert.

Das Energiesparhaus des Gymnasiums Isny wird Landessieger bei Klimaschutzprojekten in Baden-Württemberg, auf Bundesebene belegen die Schüler im Juni Platz zwei.

Die 19-jährige Zoelle Frick aus Rohrdorf ist „Miss Juni“ der deutschen Ausgabe des „Playboy“. In vierter Generation übernimmt Josephine Mechler den „Bayerischen Wirt“ in Schweinebach.

Juni

Fünf Schüler der Isnyer JMS-Zweigstelle feiern „herausragende Erfolge“ beim erstmals virtuell ausgetragenen Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“. Beim Aufzeichnen ihrer Beiträge unterstützte sie Kurhaus- und Theaterfestival-Tontechniker Frank Erhard, der – wie alle anderen Helfer – die Absage des Festivals auch 2021 bedauert, die am 12. Juni bekannt wird.

An diesem Tag startet die Badesaison am Beurener Badsee ohne Aufsichtspersonal, das Naturfreibad ist nur noch „offene Badestelle“, weswegen auch das verankerte Floß abgebaut wird. Währenddessen entdeckt Landschaftspfleger Erhard Bolender im Eglofser Moorbad eine „Armleuchter“-Alge, die in Deutschland zuletzt vor 31 Jahren gesichtet worden war.

Hans-Christian Hausers Musiktheater-Collage „Blühende Bäume am Osthang“, in dem er elf Gedichte des Bad Wurzachers Sepp Mahler verarbeitet, feiert am 24. Juni im Isnyer Kurhaus Premiere.

Zum 60. Firmenjubiläum seines Busunternehmens hat Konrad Schüle einen Setra-Oldtimer Baujahr 1986 als „Event-Bus“ restaurieren lassen.

Nach ihrer dritten „Beringungsrunde“ wissen Ute Reinhard, baden-württembergische Storchenbeauftragte, und Ulrike Maruszczak, ihre Isnyer Unterstützerin, dass in den Horsten im Stadtgebiet 18 Jungvögel heranwachsen, schlussendlich kommen 15 durch. In Kleinholzleute retten Anwohner, Tierschützer und Feuerwehrler zwei junge Turmfalken, die aus ihrem Nest unterm Dach eines Bauernhofs gefallen waren. Mit drei Geschwistern absolvieren sie zwei Wochen den Jungfernflug.

Juli

Im Bike-Park an der Felderhalde startet am 2. Juli – pandemieverzögert – der Sommerbetrieb. Ab dem gleichen Datum feiert die Stadtbücherei ihren 50. Geburtstag mit einer Ausstellung und erhält Mitte des Monats den Landesförderpreis für ihr Projekt „Büchermoos“. Am 6. Juli wird bekannt, dass die Commerzbank ihre Isnyer Filiale zum Jahresende schließt.

Das „Kinderfest to go“ auf dem Gelände der Brauerei Stolz, Kindertheater im Kurhaus und eine Mini-Spielwiese im Park helfen am zweiten Juliwochenende ein wenig über die Absage des Treibens am Rain hinweg. Weil auch der Festumzug ausfällt, holt Hans Staffe den Kinderfest-Jubiläumswagen, seinen letzten, für ein Foto mit dem Trachtenpaar, Hubert und Silvia Nachbauer, aus der Remise. Die Kinderfestkommission wählt Eva Schwärzler zur neuen Chefin, in Nachfolge von Thomas Fritz, Stefan Lehnen wird ihr Stellvertreter. Trotz Ärger mit den Denkmalbehörden hält Jakob Immler die Zusage aufrecht, einen Kinderfestbrunnen zu stiften.

Bei einem Ortstermin verbreiten die CDU-Abgeordneten Axel Müller (Bundestag) und Raimund Haser (Landtag) Optimismus, dass die B12-Umfahrung von Großholzleute „ab 2025“ angegangen werden könnte. Thekla Walker, die neue Landesumweltministerin, stattet Isny einen Besuch ab, ein Biosphärengebiet Oberschwaben rückt in die öffentliche Diskussion.

Am 17. Juli beendet das Corona-Testzentrum im Gemeindehaus St. Michael sein kostenloses Angebot.

Die Künstlerinnen Daphne Kerber und Susanne Krämer präsentieren ihr Bildstöckle bei Anwanden, die Künstlergruppe „Arkade“ ihre Ausstellung „In der Schwebe“ im Espantor. Vom 30. Juli bis 1. August steigt im Schlosshof ein „Mini-Theaterfestival“ mit Zirkus, Akrobatik, Konzerten und Kabarett.

Der Gemeinderat macht endgültig den Weg frei für eine Trainingsstrecke des MSC Isny und verabschiedet Anita Gösele, die zum 31. Juli in den Ruhestand geht. Fast 39 Jahre hat sie sich im Rathaus für Kinder, Jugend, Familien, Senioren und Soziales samt Schulen und Kindergärten eingesetzt. Nachfolgerin ist Alexandra Kreisle.

Mit einem verspäteten Richtfest vor den drei bereits bewohnten Handwerkerhäusern im Mittelösch löst die Handwerkerzunft ihr Versprechen für bezahlbaren Wohnraum ein. Am gleichen Tag feiert auch der Isnyer Bauträger „Qosy“ mit Handwerkern und Baufirmen vor den „3 am Schächele“.

Am 26. Juli stirbt Willy Dilger, langjähriger Geschäftsführer und Rektor der NTA, im Alter von fast 88 Jahren.

August

Heinz Bucher schließt altersbedingt sein Fotofachgeschäft. Nach 122 Jahren in der Wassertorstraße findet sich kein Nachfolger. Den gibt es mit Andreas Schädler beim SV Beuren, der nach 19 Jahren Remig Albrecht im Vorstand ablöst.

Hans-Christian Hauser und sein Ensemble präsentieren im Schlossinnenhof das Werk „Sarlatan“ des jüdischen Komponisten Pavel Haas. Sie werden von Publikum und Kritik ebenso gefeiert wie fürs Festivalkonzert am 15. August in der Nikolaikirche.

Am 15. August gegen 5 Uhr morgens verwüstet ein Unwetter mit Hagel die Gegend um Enkenhofen und Beuren. Waldstücke werden umgeknickt, heftig trifft es den Badsee samt Campingplatz und Liegewiese, Personen kommen nicht zu Schaden.

Kletterpionier Claus Benk, langjähriger Geschäftsführer und Besitzer der Isnyer Firma Edelrid, stirbt am 26. August im Alter von 83 Jahren.

Am 27. August gibt die Stadtverwaltung bekannt, dass sie das Klosterarchiv und damit Dokumente zu über 1000 Jahren Stadtgeschichte vom Fürstenhaus von Quadt erworben hat. Die wertvollen Bestände werden zunächst ins Kreisarchiv Ravensburg ausgelagert.

September

Am 1. September wird öffentlich, dass die „Freunde der Appretur“ aufgeben. Grund sind Risse im Bauwerk, zur Klärung der Ursachen wird ein jahrelanger Rechtsstreit erwartet.

Nicole Razavi, neue Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, besucht am 8. September den „Adler“ in Großholzleute. Dessen Festsaal ist wieder nutzbar, erster Gast ist das „Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz“ mit einem Studentenworkshop zu „Landgasthöfen“. Dass die Zukunft haben, beweist die Familie Mayer, die nach sieben Monaten Umbau das „Kreuz“ in Beuren wiedereröffnet.

Prominentester Gast im Bundestagswahlkampf in Isny ist Anton Hofreiter. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag spricht am 9. September im Adlersaal. Am 21. September wird bekannt, dass Otto Kromer, bis 1991 Leiter der Isnyer Wirtschaftsschule, im 89. Lebensjahr verstorben ist.

Der 44. Berglauf auf den Schwarzen Grat am 26. September ist der letzte, den der TV Isny und die Pedalquäler organisieren. Grund für das Ende: Es fehlen Helfer. Am gleichen Tag ist Bundestagswahl: Die CDU wird mit 25,6 Prozent der Stimmen in Isny stärkste Kraft, verliert aber 12,7 Prozent. Die SPD kommt auf 21,5 (plus 5), die Grünen auf 17,2 (plus 4,3), die FDP auf 13,7 (plus 4,4 Prozent).

Oktober

Am 4. Oktober beschließt der Gemeinderat eine neue Parkgebührensatzung fürs gesamte Stadtgebiet und eine Zweitwohnungssteuer. Künstler Friedrich Hechelmann vollendet seine Roman-Trilogie und liest im Refektorium aus dem Abschlussband „Panthea“.

Ab Mitte Oktober werden in Isny die neuen „Gelben Tonnen“ verteilt – und werfen viele Fragen auf. Die gibt es weiterhin auch um das Areal des ehemaligen Krankenhauses, nur „ein Ärztehaus ist definitiv vom Tisch“, erklärt Bürgermeister Rainer Magenreuter im SZ-Interview, das am 22. Oktober erscheint.

Am 28. Oktober gewährt Dethleffs erstmals Einblicke ins neue Zweigwerk in Aichstetten, in dem seit März eine zweite Produktionsstätte aufgebaut worden ist.

November

Maskenschnitzer Fabian Häge aus Kreut bei Sommersbach stiftet seine eigene Maske der Narrenzunft Hohenegg Grünenbach für eine Ausstellung der UNESCO mit Masken aus aller Welt in Barcelona. Für die Pfarrkirche St. Gebhard in seiner Heimatgemeinde Maierhöfen schnitzt er eine schwangere Madonna aus dem Holz einer Linde, die vor dem Gotteshaus gefällt werden musste.

Das Isnyer Kunstsammler-Ehepaar Lilo und Fritz Straubinger eröffnet seine Privatgalerie mit einer Vielzahl an Werken des DDR-Künstlers Strawalde.

Am 7. November nutzen Alisa Heutmann und mehrere (musikalische) Künstlerkollegen das Isnyer Kino für die Ton-Bild-Performance „Bewegende Partituren“. Das Publikumsinteresse ist so groß, dass kurzerhand zwei Vorstellungen gegeben werden.

Am 8. November beschließt der Gemeinderat einen Kindergarten-Neubau für Rohrdorf.

Tunnelmanager Bernhard Stauber vom Straßenbauamt in Ravensburg erläutert in der SZ am 12. November zum zweiten Mal binnen Jahresfrist ausführlich, warum der Felderhaldetunnel immer wieder gesperrt werden muss. Trotzdem verabschiedet der Gemeinderat eine „Resolution“ gegen die Sperrungen, gerichtet ans Regierungspräsidium Tübingen.

Kunstmaler, Restaurator und Erfinder Zoltan Boldizsar stirbt am 12. November im Alter von 73 Jahren. Erst dieses Jahr hatte er sein Patent einer Brandschutzflüssigkeit öffentlich gemacht, Christoph Eyssel fand daraufhin eine Firma, die Interesse an einer industriellen Produktion signalisiert. Ob Boldizsars „Punybasic/Z-R seven“ dereinst Waldbrände verhindert oder Bauen mit Recyclingstoffen ermöglicht, steht in den Sternen.

Bei der mobilen Impfaktion am 14. November im Kurhaus werden 272 Dosen verabreicht, die Warteschlange reicht von dort bis zur NTA. Am 15. November steht fest: Die Isnyer Schlossweihnacht fällt auch 2021 aus.

Nach mehr als vier Jahrzehnten geht Monika Bareth, Ortschaftssekretärin sowie Dreh- und Angelpunkt des Kultur- und Dorflebens in Beuren, in den Ruhestand. Auf fast genauso viele Berufsjahre bringt es Ingrid Hörmann, Sekretärin des Gymnasiums Isny, bei deren Verabschiedung die Schüler vom Rain bis zum Rathaus applaudierend Spalier stehen.

Dezember

Der Skilift an der Felderhalde startet trotz prekärer Corona-Situation am 4. Dezember in den Winterbetrieb, am gleichen Wochenende beginnt es heftig zu schneien.

Mit großer Mehrheit vertagt der Gemeinderat überraschend die Entscheidung über einen Bebauungsplan am Achener Weg, wo Alexander und Markus Immler auf dem Areal ihrer Familie vier Wohnblocks errichten wollen. Dafür stimmen die Räte dem Bürgervotum zu: Das neue Schulzentrum heißt „Verbundschule am Rotmoos Isny“.

Größte Baustelle in Isny ist auch 2021 das Schulzentrum, hier eine Aufnahme vom Mai. Im August werden die Baukräne entfernt, der
Größte Baustelle in Isny ist auch 2021 das Schulzentrum, hier eine Aufnahme vom Mai. Im August werden die Baukräne entfernt, der Rohbau ist fertig, laut Stadtverwaltung wird der Kostenrahmen nahezu eingehalten. Ende November steht auch der Name fest: „Verbundschule am Rotmoos Isny“, sie soll zum Schuljahr 2022/23 bezogen werden. (Foto: Liane Menz)
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