Bauer betrügt beim Schweinegewicht

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Ein Landwirt aus dem Oberamtsbezirk hatte an einen dortigen Metzger ein Schwein verkauft aufs Gewicht. Vor Ablieferung des Tieres wurde dasselbe von dem Bauersmann jedoch in ausgiebigster Weise gefüttert und dadurch natürlich das Gewicht desselben erhöht, was nach den bestehenden Gewohnheiten unstatthaft ist. Der Metzger, welcher beim Schlachten des Schweines die ihn schädigende Manipulation wahrnahm, erstattete Anzeige gegen den Verkäufer und das Schöffengericht verurteilte denselben zu einer Geldstrafe von 25 Mark und 29 Mark Schadenersatz. Der Königlichen Staatsanwaltschaft indes schien dieses Strafmaß zu nieder, sie legte Berufung ein gegen das Urteil und gelangt somit der Fall zu nochmaliger Verhandlung vor der Strafkammer.

Hornstein, Donnerstag, den 21. Januar 1909: Manch einer hörte in der Morgenfrüh gleich nach 6 Uhr in letzter Zeit einen Zug talaufwärts pusten. Statt der ersehnten Postpakete kommt Steinladung um Steinladung an. Der Damm vor dem großen Einschnitt bei Hornstein hat sich nämlich gesenkt. Schienen und Schwellen müssen von Neuem unterbettet und höher gelegt, der Damm selbst erhöht werden. (ba)

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