Bauen mit Holz als „Chance für die Kommunen“

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Wangens Oberbürgermeister Michael Lang (von links), Staatssekretärin Gisela Splett, Branchensprecher Armin Baumann, Kurt Schwane
Wangens Oberbürgermeister Michael Lang (von links), Staatssekretärin Gisela Splett, Branchensprecher Armin Baumann, Kurt Schwaner von der Hochschule Biberach; Landrat Kurt Widmaier und Landesforstpräsident Max Reger im Gespräch. (Foto: Andreas Morlok)
Schwäbische Zeitung

Das im Frühjahr im Landkreis Ravensburg gegründete „Netzwerk Forst und Holz Allgäu-Oberschwaben“ hat an seinem ersten Forst- und Holztag Allgäu-Oberschwaben das Thema „Bauen mit Holz – Chance für Kommunen“ beleuchtet. Armin Baumann, Branchensprecher des Netzwerks, freute sich über mehr als 70 Teilnehmer aus der regionalen Holzbranche sowie Architekten und Vertreter von Kommunen im Dorfgemeinschaftshaus Wangen-Deuchelried.

Baumann und Netzwerkmanager Andreas Morlok von der Pro Regio stellten den aktuellen Stand der freiwilligen Kooperationspartnerschaften und die Aufgaben des Netzwerks vor. Wangens Oberbürgermeister Michael Lang betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der regionalen Holzwirtschaft „vom Waldbesitz bis hin zu den verarbeitenden Betrieben Sägereien, Zimmereien, Schreiner und dem Holzfachhandel“. Außerdem gehe es darum, den Holzbau zusammen mit den Planern und Architekten nach vorne zu bringen. Mit dem neuen in Weißtanne gebauten Dorfgemeinschaftshaus in Deuchelried und dem Erweiterungsbau des Rupert-Ness-Gymnasiums habe Wangen starke Impulse in Sachen kommunales Bauen mit Holz gesetzt.

Landrat Kurt Widmaier hob die konkreten Ziele des Netzwerks hervor: „Die beteiligten regionalen Holzbaubetriebe haben sich eine gemeinsame Strategie erarbeitet, dabei geht es in erster Linie darum, den nachwachsenden Rohstoff Holz aus heimischen Wäldern durch nachhaltige Forstwirtschaft zu sichern und zu nutzen“. Darüber hinaus habe das Netzwerk das Ziel, die stoffliche Verwertung von Holz in der Region Allgäu-Oberschwaben zu fördern und die Wertschöpfung entlang der regionalen Holzkette zu steigern. Der Zusammenschluss der regionalen Holzbaubetriebe in ein Netzwerk mit Planern, Hochschulen und Kommunen wurde von Widmaier als vorausschauend bewertet. Der Ravensburger Landrat sicherte dem Netzwerk die Unterstützung der Forstverwaltung und des Kreisbauamts zu.

Wichtige Rolle des Rohstoffs Holz wird hervorgehoben

Landesforstpräsident Max Reger betonte die wichtige Rolle des Rohstoffs Holz aus heimischen Wäldern bei der Erreichung der Klimaziele und das Prinzip der nachhaltigen Fortwirtschaft. Er freue sich, so Reger weiter, dass „der Aufbau des Netzwerks Forst und Holz in der Region Allgäu-Oberschwaben vom Land Baden- Württemberg und der Europäischen Union unterstützt wird“.

Neue Inhalte der Novellierung der Landesbauordnung Baden-Württemberg stellte Staatssekretärin Gisela Splett vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur in den Mittelpunkt ihres Vortrags. Der Entwurf zur Novellierung sehe unter anderem vor, eine breitere Anwendung von Holz im Bauwesen zu ermöglichen. Dieser Schritt zu einer Vereinfachung der Bestimmungen in Sachen Holzbau wurde von zahlreichen Zuhörern als zukunftsweisend und notwendig honoriert.

Die von Netzwerkmanager Andreas Morlok vorgestellte Werkschau der am Netzwerk Forst und Holz Allgäu-Oberschwaben beteiligten Holzbaubetriebe und Planer vermittelte den Teilnehmern ein breites Spektrum an Erfahrung und Angeboten in Sachen Holzbau .

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