Bahnfahrt Hamburg-Berlin verlängert sich

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Deutsche Presse-Agentur

Bahnkunden müssen in diesem Frühjahr auf der Strecke Hamburg-Berlin mehr Zeit einkalkulieren. Rund 40 Minuten länger als üblich werden Fahrten vom 1. März bis 13. Juni dauern, also knapp zweieinhalb Stunden.

Der Grund: Ein Teilstück wird dann wegen Bauarbeiten komplett gesperrt und die Züge über Stendal und Uelzen umgeleitet. Wie die Bahn am Donnerstag (19.Februar) in Berlin ankündigte, erhalten Inhaber von Zeitkarten für die Periode der Bauarbeiten zehn Prozent des Kaufpreises erstattet. Für die übrigen Kunden gibt es keinen Rabatt. Allerdings werde die Bahn für die Strecke Hamburg-Berlin mehr Sonderpreis-Fahrscheine für 29 Euro anbieten, sagte der Berliner Konzernbevollmächtigte Ingulf Leuschel.

Als kleine Entschädigung erhalten Fahrgäste der 2. Klasse gratis einen Snack, ein kaltes Getränk und montags bis freitags außerdem eine Zeitung. In der 1. Klasse gibt es einen Imbiss plus Getränk. Rund 10 000 Reisende fahren täglich mit dem Zug von Hamburg nach Berlin oder in die andere Richtung.

Die Bahn muss 250 000 Betonschwellen austauschen, die wegen eines Materialfehlers allmählich brüchig wurden. Dazu wird der Abschnitt zwischen Nauen (Havelland) und Wittenberge (Prignitz) zwei Monaten lang komplett gesperrt. Andere Teilstrecken sind zeitweise nur eingleisig befahrbar. Leuschel sagte, anderenfalls hätte die Bahn die Schwellen nach und nach auswechseln müssen. Das hätte drei Jahre gedauert und immer wieder für Behinderungen gesorgt.

Auch der Regionalverkehr wird beeinträchtigt sein, unter anderem die Verbindungen von und nach Schwerin. Es gelten Ersatzfahrpläne. Zwischen Nauen und Wittenberg verkehren Busse.

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