Bahn will Fernverkehr wegen Sturms bundesweit einstellen

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Verspätungen
Eine Anzeigetafel weist auf Verspätungen der Bahn durch Unwetter hin. In Deutschland drohen durch Orkan „Sabine“ erhebliche Verkehrsprobleme. (Foto: Julian Stratenschulte / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Deutsche Bahn will den Fernverkehr wegen des Orkans „Sabine“ nach und nach bundesweit einstellen. Man habe sich entschieden, „beginnend in NRW nach und nach alle Züge des Fernverkehrs bundesweit an größeren Bahnhöfen enden zu lassen“, schrieb die Bahn am Sonntagnachmittag in ihrem für den Sturm eingerichteten Presseblog.

Gestrandete Bahnreisende, deren Züge wegen des Sturms am Sonntag nicht weiterfahren können, sollen im Rahmen ihrer Fahrgastrechte Hotelgutscheine und Taxigutscheine erhalten. In größeren Bahnhöfen sollen zudem sogenannte Übernachtungszüge bereitgestellt werden, sagte DB Konzernsprecher Achim Stauß am Sonntag im Berliner Hauptbahnhof. Das habe sich „bereits bei früheren Sturmsituationen bewährt“.

Unterdessen hat ein zwischenzeitlich im Emsland gestrandeter Intercity mit 300 Passagieren an Bord seine Fahrt fortgesetzt. Der Zug aus Amsterdam war bei Salzbergen in einen umgestürzten Baum gefahren, die Weiterfahrt verzögerte sich um etwa zwei Stunden.

Die Passagiere sind noch lange nicht an ihrem Ziel: Der IC nach Berlin sei bis nach Rheine (NRW) weitergefahren und habe wegen des zunehmenden Sturms seine Fahrt dort beendet, teilte die Deutsche Bahn am Sonntag mit. Vor Ort kümmere sich die Bahn darum, ob die Reisenden einquartiert werden oder ihr Ziel noch mit einem Regionalzug erreichen können.

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