Die erste Windkraftanlage im Gemeindegebiet von Wilburgstetten, am südlichsten Punkt des Landkreises Ansbach, wächst in die Höhe. Nach einer Vorbereitungszeit von drei Jahren wurden jetzt die ersten Betonringe von einem Kran aufeinander gehievt. Im November soll das Bürgerwindrad bei Rühlingstetten bereits ans Netz gehen.

Die Bauarbeiten stoßen dabei auf großes öffentliches Interesse. Die Sicherheitsfirma, die den Bau überwacht, spricht von einem „ regelrechten Abenteuertourismus". An Wochenenden kämen mitunter über 300 Menschen, um sich die Baustelle, die auf einer Anhöhe zwischen Rühling-stetten und Greiselbach liegt, anzuschauen.

Ende des vergangenen Jahres war das Projekt „Bürgerwindrad" angeschoben worden. Das Landratsamt Ansbach hatte die Genehmigung zum Bau der Anlage durch die neu gegründete Gesellschaft „Bürgerwindkraft" (BWK) in Rühlingstetten erteilt. Grundlage für die Realisierung des Vorhabens war die Begeisterung der Menschen in und um Rühlingstetten für ein regionales Energieprojekt, führt Wolfgang Utz, Geschäftsführer der Firma „Bürgerwindkraft", an. Mehr als 2,1 Millionen Euro hätten die Bürger aus Rühlingstetten und aus den umliegenden Dörfern aufgebracht; der Rest – rund 3,1 Millionen Euro – werde über ein regionales Geldinstitut finanziert. Die Wertschöpfung in der Region und für die Region sei stets das erklärte Ziel gewesen. Investoren von „irgendwo in Deutschland" habe man in Rühlingstetten nicht haben wollen, unterstreicht Utz. Und so baut man nun selber ein 149 Meter hohes Windrad, das täglich wächst. Zunächst in Stahlbetonringen; ab einer bestimmten Höhe dann in Stahlbauweise. Die ersten zehn Betonringe wurden bereits auf das 24 Meter Durchmesser umfassende Fundament aufgestellt.

Erzeugen wird das Windrad laut Gutachten jährlich 7,2 Millionen Kilowatt Strom, die BWK rechnet vorsichtig mit 6,2 Millionen Kilowatt.

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