Azubis gesucht: Noch 267 freie Plätze bei Baufirmen

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Hoch hinaus: Wer auf dem Bau lernt, kann es per Aufstiegsfortbildung bis zum Polier oder Bauleiter bringen.
Hoch hinaus: Wer auf dem Bau lernt, kann es per Aufstiegsfortbildung bis zum Polier oder Bauleiter bringen. (Foto: IG Bau)
Aalener Nachrichten

Freie Ausbildungsplätze stehen unter www.jobboerse.arbeitsagentur.de oder www.bau-stellen.de

Handwerker gesucht: Zum Start des neuen Ausbildungsjahrs haben Baufirmen im Ost-albkreis noch 267 Ausbildungsplätze zu besetzen. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen, die sich auf Zahlen der Arbeitsagentur beruft.

„Schulabgänger haben jetzt noch die Chance, kurzfristig einen Platz zu bekommen. Sei schlau, geh’ zum Bau – das gilt heute genauso wie früher", sagt Mike Paul von der IG Bau Stuttgart mit Blick auf die Bezahlung und Karrierechancen in der Branche.

Nach einer Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung zählen Bau-Azubis zu den Bestverdienern unter den Auszubildenden. So startet ein angehender Maurer oder Betonbauer nun mit 850 Euro pro Monat ins erste Lehrjahr. Im dritten Jahr sind es bereits 1475 Euro. „Nach der Ausbildung können Gesellen eine lange Karriereleiter hinaufklettern – und es bis zum Polier oder Bauleiter bringen“, sagt Paul.

Der Fachkräftebedarf dürfte bei den heimischen Baufirmen in den nächsten Jahren weiter wachsen, schätzt Paul. „Die Arbeit wird den Bau-Spezialisten mit Sicherheit nicht ausgehen. Gebaut wird immer, die Branche ist ein fester Faktor der Binnenkonjunktur.“ Die IG Bau rät Schulabgängern, sich vor allem in Innungsbetrieben umzusehen, die sich an Tarifverträge halten. Diese liegen bei den Verdiensten, Arbeitsbedingungen und der Beschäftigtenzufriedenheit weit vor Betrieben ohne Tarifbindung, hat eine Studie der Hans- Böckler-Stiftung ergeben.

Zugleich gehe die Digitalisierung auf dem Bau in großen Schritten voran. „Maurer-Roboter sind nur ein Stichwort auf dem Weg zur Baustelle 4.0. Neue Technologien werden die Arbeit enorm erleichtern“, sagt Paul. Schon heute müsse sich die Berufsausbildung darauf einstellen – und den Bau-Nachwuchs für das digitale Zeitalter qualifizieren.

Erstmals hat die IG Bau in diesem Jahr auch einen Fahrkosten- und Unterbringungszuschuss von 60 Euro pro Monat durchgesetzt. Diesen bekommen Berufsschüler, die in eine Landes- oder Bundesfachklasse gehen und dafür längere Wege zurücklegen müssen.

Freie Ausbildungsplätze stehen unter www.jobboerse.arbeitsagentur.de oder www.bau-stellen.de

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