Award für Ulm, Ehingen, Münsingen und URMU

Lesedauer: 5 Min

Die Sieger des Löwenmensch-Awards bei der Verleihung in Eislingen.
Die Sieger des Löwenmensch-Awards bei der Verleihung in Eislingen. (Foto: Schwäbische Alb Tourismus)
Schwäbische Zeitung

Die Verleihung der Löwenmensch-Awards, eine Talkrunde zum Projekt Gästecard und das Management von Touristenströmen standen im Mittelpunkt des zweiten Tourismus-Kongress Schwäbische Alb in Eislingen. Rund 120 Gäste erschienen kürzlich auf Einladung des Schwäbische Alb Tourismus (SAT), der IHK sowie des Landkreises Göppingen.

Iris Goldack begrüßte die Gäste und führte als Moderatorin durch den Tag. In einer Talkrunde zu Beginn der Veranstaltung sprachen Andreas Braun (Geschäftsführer Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg), Hannes Napierala (Geschäftsführer Campus Galli), Peter Saile (IHK Stuttgart), Eva-Maria Rühle (stv. Vorsitzende Dehoga Baden-Württemberg) und Mike Münzing (Vorsitzender Schwäbische Alb Tourismusverband) über die Chancen und das touristische Potenzial einer Gästecard für das Verbandsgebiet der Schwäbischen Alb.

Für einen Impuls von außen sorgte Jürgen Schmude von der LMU München, der mögliche Lösungsansätze zum Umgang mit „Overtourism“ und der „Tourismusphobie“ aufzeigte. Die „Prenzlschwäbin“ Bärbel Stolz sorgte für eine lockere Stimmung in den Backsteinhallen der ehemaligen Pflugfabrik, als sie ihren humoristischen Blick auf die „Älbler“ darlegte.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war aber laut Mitteilung erneut die Verleihung des Löwenmensch-Awards für herausragende und innovative touristische Projekte auf der Alb. Die goldene Löwenmensch-Skulptur wurde in den Kategorien Wandern, Radfahren, Städtetourismus, Kultur und Geschichte sowie Genuss verliehen. Die Wahl der Gewinner aus den von SAT-Mitgliedern vorgeschlagenen Nominierten wurde vorab von einer Jury bestehend aus Vertretern des SAT, der IHK und aus allen SAT-Mitglieds-Landkreisen durch Abstimmung getroffen.

Über einen Löwenmensch-Award freuen durften sich in der Region unter anderem:

in der Kategorie „Radfahren“: das Mobilitätszentrum Münsingen der Touristik Information Münsingen. Von dort können Gäste und Einheimische mit den frisch aufgeladenen e-Bikes seit Mai 2016 auf elf aufbereiteten Touren starten – als Tages- oder auch als Mehrtagestouren. Die insgesamt 650 Kilometer umfassenden Routen führen durch die eindrucksvolle Landschaft des UNESCO-Biosphärengebiets Schwäbische Alb und zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Region.

in der Kategorie „Kultur & Geschichte“: die Vermittlung des neuen UNESCO-Welterbes „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ durch das URMU, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Welterbe einer breiten Zielgruppe zu vermitteln. In der Hauptsaison bietet das Museum täglich eine offene Führung zum Welterbe an. Sie ist der thematische Einstieg zum individuellen Besuch des Welterbes. Auf der Basis des Welterbekoffers des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg wurde ein konkretes museumspädagogisches Angebot für Schulklassen entwickelt. Sonntags bietet das Museum mit der Steinzeitwerkstatt für Familien einen praktischen Umgang mit steinzeitlichen Materialien.

in der Kategorie „Städtetourismus“ gibt es zwei Gewinner mit Stimmengleichheit: die Ulm Stories und die Bierkulturstadt Ehingen. Bei den Ulm Stories wurden mit moderner Technik Geschichten einer Stadt umgesetzt. Das Projekt wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und gilt als Vorzeigeprojekt zur Umsetzung der Digitalisierung im Erlebnismarketing.

Mit 43 Bieren, vier Brauereien bietet die Stadt Ehingen eine in Baden-Württemberg einzigartige Erlebniswelt zum Thema Bierkultur. Herausragend ist der 14 Kilometer lange Bierwanderweg. Als bislang einzige zertifizierte Stadtwanderung Baden-Württembergs ist er in die Geschichte des Ländle eingegangen. Zudem wurde die Biertour im Jahr 2010 unter die 30 schönsten Wanderwege Deutschlands gewählt.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen