Ausfallserie im Ocean Race hält an

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Deutsche Presse-Agentur

Die stürmische vierte Etappe im Ocean Race um die Welt hat einen weiteren Ausfall verursacht. Nach heftigen Wind- und Wetterbedingungen am vergangenen Wochenende musste nun die Crew der schwedischen „Ericsson 3“ mit einem Loch im Rumpf aufgeben.

Inzwischen hat die Segelyacht sicher den Hafen von Keelung in Taiwan erreicht. Zuvor hatte die Mannschaft bange Stunden durchlebt. Crewmitglied Marcus Morin schrieb von Bord: „Am frühen Morgen entdeckten wir einen vier Meter langen Riss und ein Loch im Rumpf. Wir sanken! Das Wasser kam schnell herein. Alle haben wie verrückt gearbeitet, gepumpt. Jetzt sitze ich in meinem Überlebensanzug an Deck. Alle Sicherheitsausrüstung ist einsatzbereit. Wenn die Bedingungen wieder schlechter werden, wird unsere Rumpfverstärkung brechen und das Boot sehr schnell sinken.“

Das Volvo Ocean Race wird seinem Ruf als härtestes Mannschaftsrennen der Welt auch bei der zehnten Auflage gerecht. Nachdem das in Finanznot geratene Team Russland bereits zur Jahreswende im letzten Etappenhafen Singapur die Segel hatte streichen müssen, hat die vierte Etappe mit Kurs auf den Olympia- Hafen im chinesischen Qingdao zwei weitere der einst acht gestarteten Teams zur Aufgabe gezwungen. Beide wollen aber zum Hafenrennen am 7. Februar in Qingdao wieder einsatzfähig sein.

Um den Sieg in der vierten Etappe kämpfen nur noch fünf Yachten. Spitzenreiter war am zehnten Renntag der 2500 Seemeilen langen Teilstrecke die spanische „Telefonica Blue“ vor der schwedischen „Ericsson 4“ und der US-Yacht „Puma“. Das zehnte Ocean Race mit sieben Hafenrennen und zehn Etappen über insgesamt 37 000 Seemeilen endet am 25. Juni in St. Petersburg.

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