Auftakt der Mailänder Modeschauen: Eine runde Sache

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Deutsche Presse-Agentur

Die Models nicht ganz so dürr, die Show jedoch nicht weniger schwungvoll: Mit der Vorführung von Elena Mirò startete die „Milano Moda Donna“ (25. Februar bis 4. März) mit den Modetrends für die kommende Herbst-Winter-Saison.

Das italienische Label kleidet mit einer Größenpalette von 40 bis 54 auch kräftiger gebaute Frauen ein und demonstrierte, dass es auf dem Laufsteg durchaus ein Schönheitsideal jenseits der Magermodels geben kann. Zu sehen waren Trenchcoats aus Satin und Mäntel mit hohen Kragen, die zu bestickten Chiffonröcken oder orientalisch inspirierten Hosen kombiniert wurden. Außerdem wurden viele Tweedkleider präsentiert.

In den kommenden Tagen erwartet die aus der ganzen Welt angereisten Journalisten und Einkäufer dann wieder ein von Idealkörpern geprägtes Bild. Unter anderem werden so glamouröse Namen wie Gucci, Giorgio Armani, Prada oder Versace ihre neuen Ideen präsentieren.

Welches Gewand bekommt die Krise? Soll mit Optimismus der gegenwärtigen Situation getrotzt werden oder ist trister Rezessions-Look angesagt? Wohl nie in der jüngeren Modegeschichte waren die Designer stärker gefordert, mit ihren Entwürfen auf eine globale Entwicklung reagieren zu müssen. Betroffen ist selbst das Luxussegment. Meldungen über Entlassungen und Umsatzrückgänge mehren sich. Zu den Mailänder Schauen der Männermode im Januar reisten viele Einkäufer gerade aus den zuletzt boomenden neuen Märkten wie Russland gar nicht erst an.

Insgesamt stehen an den kommenden Tagen nun fast hundert große Defilees und noch einmal ebenso viele kleinere Präsentationen auf dem Veranstaltungsplan der „Milano Moda Donna“.

Camera Nazionale della Moda Italiana (englisch): www.cameramoda.it/eng/

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