Aufklärung zu psychischen Krankheiten kaum wirksam

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Deutsche Presse-Agentur

Gut gemeint, aber vermutlich kaum wirksam: So bewerten Wissenschaftler in einer aktuellen Studie Aufklärungskampagnen zu psychischen Krankheiten wie Depression oder Schizophrenie.

Dafür analysierten sie 51 verschiedene Aktionen, die gegen die gesellschaftliche Ausgrenzung von psychisch Kranken kämpfen. Gemeinsam mit Kollegen fand Prof. Anita Holzinger von der Medizinischen Universität Wien dabei heraus, dass solche Programme zwar das Wissen über einzelne Störungen vergrößern. Die Einstellung zu psychisch Kranken dagegen lasse sich damit kaum ändern.

Aufklärung sei möglich, führe aber nicht zwingend zu mehr Toleranz, resümieren die Autoren in der Fachzeitschrift „Psychiatrische Praxis“. Sie kritisieren außerdem, dass nur 13 der ausgewerteten Kampagnen Langzeiteffekte untersuchten. Die Hälfte dieser Analysen deuteten zudem darauf hin, dass die positive Wirkung der Programme innerhalb kurzer Zeit nachließ.

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