Auf Dauer müssen die Autos verschwinden

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Auf Dauer müssen die Autos verschwinden
Schwäbische Zeitung

Die Lösung für das Problem Parkplatz contra Pausenhof erscheint recht einfach: Würden die Lehrerparkplätze an der Realschule 30 statt zehn Euro im Monat kosten (wie es angemessen wäre), hätten die lieben Kleinen schnell mehr Platz zum Spielen in der Pause. Dann kämen auch die unsportlichsten Sportlehrer auf die Idee, mit dem Radel zum Unterricht zu fahren. Doch Spaß beiseite. Das Thema ist wichtig, wenngleich nicht das wichtigste in der Stadt, wie CDU-Stadtrat August Schuler treffend bemerkte.

Sein Kompromissvorschlag ist genaugenommen sehr gut: Erst mal dürfen die Lehrer weiter auf dem Hof parken. Die Verwaltung soll aber ein Konzept machen, wie aus dem Parkplatz ein schöner Pausenhof werden kann. Sobald sich die Finanzlage entspannt hat und zum Beispiel geklärt ist, ob Ravensburg weiterhin die Gewerbesteuer der WGV bekommt, muss dieses Konzept dann aber auch umgesetzt werden. Denn bei allen verschwurbelten Argumenten für die Beibehaltung des Lehrerparkplatzes hat Oberbürgermeister Daniel Rapp völlig recht, wenn er sagt: „Ich seh‘ hier langfristig auch die Autos verschwinden.“ Die Fürsorgepflicht des Dienstherrn sieht es nämlich nicht vor, Beamten einen fast kostenlosen Parkplatz direkt vor der Tür zur Verfügung zu stellen.

a.vincenz@schwaebische.de

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