Auerochsen wurden Publikumsmagnet

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Auerochsen wurden Publikumsmagnet (Foto: ij)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Die Landschaftspflege im Ostalbkreis läuft auf Hochtouren, und mit einem Wirtschaftsvolumen von knapp 1,2 Millionen Euro befindet sich der Landschaftserhaltungsverband Ostalbkreis (LEV) weiterhin auf Wachstumskurs.

Geschäftsführer Ralf Worm gab in seiner Präsentation einen Überblick über die 118 Pflegemaßnahmen und die 225 Landschaftspflegeverträge, die zwischen Mai 2011 und April 2012 im Ostalbkreis durchgeführt wurden. Einen traditionellen Schwerpunkt bildet die Heidepflege, unter anderem mit umfangreichen Entbuschungsmaßnahmen in der Umgebung von Degenfeld bei Schwäbisch Gmünd.

Für die Mahd der großen Streuwiesen auf dem Albuch bei Bartholomä-Rötenbach hat Pflegelandwirt Matthias Dörrer eigens seine Pistenraupe mit fünf Meter breitem Mähwerk ausgestattet.

Zahlreiche Hecken wurden gepflegt und beschnitten und Bachläufe renaturiert. Seltene Arten wie die Uferschwalbe haben von der LEV-Arbeit profitiert: In Rainau-Dalkingen brüteten 2011 erstmalig seit vielen Jahren wieder an die 30 Paare.

Den größten Bekanntheitsgrad hat die Arbeit des Landschaftserhaltungsverbands durch die beiden vom LEV initiierten Auerochsenweiden am Sixenbach bei Ellwangen-Schleifhäusle und an der Sechta bei Bopfingen-Kerkingen erhalten, die sich für die Städte Ellwangen und Bopfingen zu Publikumsmagneten entwickelt haben. Im kommenden Jahr soll deswegen eine weitere Weide angelegt werden.

Weitere Maßnahmen waren Schülerprojekte für Streuobstwiesen oder auch die Abwicklung von Ausgleichsmaßnahmen für Kommunen wie Oberkochen, wo die Wolfertstaler Hungerbrunnen saniert wurden.

Um die neu hinzukommenden Aufgaben, insbesondere die Betreuung der Natura 2000-Gebiete der Europäischen Union, schultern zu können, hat das Land dem LEV eine weitere Personalstelle zugeteilt. Stelleninhaberin Antonia Klein stammt aus Kreßberg bei Crailsheim und bringt die landwirtschaftliche Erfahrung vom elterlichen Betrieb mit.

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