Auch im Winter gibt’s im Gewächshaus viel Arbeit

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 Zwischen dem satten Grün schimmert das Orange der Paprika: Susanne Nahrmann erntet ihn gemeinsam mit Beschäftigten der Liebenau
Zwischen dem satten Grün schimmert das Orange der Paprika: Susanne Nahrmann erntet ihn gemeinsam mit Beschäftigten der Liebenauer Arbeitswelten. (Foto: Stiftung Liebenau)
Schwäbische Zeitung

Insgesamt 16 Beschäftigte der Werkstatt für Menschen mit Behinderung bei der Stiftung Liebenau arbeiten derzeit im Bereich Gemüsebau mit. Neben Ernte- und Pflegetätigkeiten sowie der Kommissionierung der Waren befreien sie derzeit beispielsweise Zwiebeln von der trockenen Außenschale und machen sie so für den Verkauf fertig. Während im Sommer ein Großteil der Arbeiten im Freien anfallen, finden in der kälteren Jahreszeit die Arbeiten in den Gewächshäusern statt.

„Wir haben den ganzen Winter über genügend Arbeit“, berichtet Susanne Nahrmann, die für die Kommissionierung und den Verkauf der Produkte aus der Gärtnerei zuständig ist. Sie selbst hat eine kaufmännische Ausbildung und kennt sich nach 24 Jahren in der Gärtnerei bestens im Gemüsebau aus. Als Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung ist sie für die Anleitung der Beschäftigten mit Behinderungen verantwortlich.

„Wir ernten nur das, was wir jeden Tag benötigen“, sagt Nahrmann. Aber das ist in der Regel Einiges. Immerhin fahren sie und ihre Kollegen jede Woche sieben Wochenmärkte im Umland an, davon allein vier am Freitag und beliefern auch das Liebenauer Landleben, den Verkaufsladen vor Ort. Des Weiteren werden viele Wiederverkäufer in der Region mit den Produkten beliefert oder holen diese direkt in Liebenau ab.

Von Auberginen bis Zuckerhut baut die Gärtnerei übers Jahr rund 40 Kulturarten an. Neben gewohnten Sorten wird regelmäßig Neues ausprobiert, wie etwa Ringelbete mit ihren roten Ringen im hellen Fruchtfleisch.

Für einen reibungslosen Ablauf zwischen Produktion und Verkauf ist der Gärtnermeister verantwortlich. Er kümmert sich um die Planung der Kulturfolge, sowohl auf den Freiflächen über mehrere Hektar als auch für die Gewächshäuser. In seiner Verantwortung liegt aber auch die Arbeitseinteilung. Unterstützt wird er in der Produktion neben einem ausgebildeten Fachwerker, von zwei Teilzeitkräften und Saison-Arbeitskräften.

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