Arnacher Kindergarten zieht in den Pfingstferien um

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Besichtigen die fast fertigen neuen Räume des Kindergartens Arnach (von links): Roland Bürkle, Raimund Haser, André Radke, Mela
Besichtigen die fast fertigen neuen Räume des Kindergartens Arnach (von links): Roland Bürkle, Raimund Haser, André Radke, Melanie Maier und Carmen Müller. (Foto: Steffen Lang)
Redakteur Bad Wurzach

Der Kindergarten Arnach wird in den am Wochenende beginnenden Pfingstferien vom bisherigen Gebäude ins benachbarte Bildungshaus umziehen. Das wurde in den vergangenen Monaten aufwendig umgebaut.

In dieser Woche besuchte der CDU-Landtagsabgeordnete Raimund Haser die Einrichtung, in der künftig Grundschule, Kindergarten und die Sprachheilschule der Zieglerischen untergebracht sind. Der Christdemokrat gab sich schon häufiger als großer Fan von Bildungshäusern zu erkennen. In ihnen wird ein enges Miteinander gepflegt, was nach Expertenmeinung den Kindern sehr zugute kommt.

Das seit mehr als zehn Jahren laufende Modellprojekt des Landes Baden-Württemberg nennt sich „KeiM“ – Kinder entwickeln sich im Miteinander. Drei- bis Zehnjährige werden in einem Haus in enger Zusammenarbeit von Schule und Kindergarten betreut. Das ist Stadt und Land auch einiges wert. Der gesamte Umbau kostet rund 4,5 Millionen Euro, mehr als ein Drittel davon finanziert das Land.

Begleitet vom Bad Wurzacher Bürgermeister Roland Bürkle, Grundschulleiter André Radke, Kindergartenleiterin Carmen Müller und der Elternbeiratsvorsitzenden Melanie Maier besichtigte Haser den derzeitigen Kindergarten und das Bildungshaus, in dem in einigen Bereichen des neuen Kindergartens noch gearbeitet wird.

Dem Umzug, bei dem Bauhofmitarbeiter, Erzieherinnen und Eltern anpacken werden, soll jedoch nichts im Wege stehen. Im Kindergarten sind zurzeit 70 Plätze belegt. Die Grundschule besuchen 85 Kinder aus Arnach. In der Sprachheilschule werden 68 Mädchen und Jungen bis zur 4. Klasse unterrichtet. Das Einzugsgebiet umfasst den gesamten Altkreis Wangen und benachbarte bayerische Gemeinden.

Bürkle erläuterte dem Landtagsabgeordneten unter anderem das Konzept der Dezentralität, das die Kommune bei der Kinderbetreuung verfolgt. Doch dieses stoße auch an Grenzen, zum Beispiel, wenn es um Krippenplätze geht, betonte der Bürgermeister. Was mit dem bisherigen Kindergartengebäude passiert, ist noch offen. Geplant war bislang, es abzureißen und das Grundstück als Bauplatz zu verkaufen. Mittlerweile tendiert die Verwaltung laut Bürkle aber eher dazu, es für eine anderweitige Nutzung zu erhalten.

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