Arbeitslose leiden oft - Aber suchen selten Hilfe

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Deutsche Presse-Agentur

Arbeitslosigkeit hat oft gravierende negative Folgen für die Betroffenen. Psychosomatische Erkrankungen, erhöhter Alkoholkonsum, aber auch Partnerschaftsprobleme, Angstsymptome und Depressionen können die Folge sein.

Das gelte nicht nur im Fall des tatsächlichen Arbeitsplatzverlustes, sondern bereits bei der Angst davor, berichtet das Magazin „Psychologie heute“. Trotz alledem sucht nur ein vergleichsweise kleiner Prozentsatz professionelle Hilfe, ergab eine Studie des Universitätsklinikums Dresden.

Dabei wurden 387 Arbeitslose im Durchschnittsalter von 33 Jahren befragt, die Hälfte davon weiblich. Auf die Frage, ob sie aufgrund psychischer oder sozialer Probleme in den zurückliegenden zwölf Monaten das Bedürfnis nach Beratung oder Betreuung hatten, antworteten nur knapp 13 Prozent mit Ja.

Darunter waren mehr Frauen als Männer. Und auch angesichts objektiver Probleme hatte davon nur die Hälfte solche Hilfe tatsächlich in Anspruch genommen. Den Hilfsangeboten von Krankenkassen und Arbeitsagenturen stehen die Arbeitslosen ausgesprochen skeptisch gegenüber. Sie fürchten, nicht nur als „arbeitslos“, sondern auch noch als „psychisch krank“ stigmatisiert zu werden.

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