Arbeitskleidung muss im Winter gegen Nässe schützen

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Deutsche Presse-Agentur

Kälte, Nässe und Zugluft sind die drei Gefahren, die im Winter beim Arbeiten im Freien drohen. Das gilt insbesondere für Berufe, bei denen sich der Aufenthalt unter freiem Himmel nicht auf kurze Zeit beschränkt.

Betroffen sind zum Beispiel Maurer, Zimmerer oder Stahl- und Betonbauer. Angemessene Schutzkleidung ist für sie unverzichtbar. „Dazu gehören zum Beispiel eine wärmende Jacke und geeignete Schuhe“, sagte Andreas Heiland, Präventionsexperte bei der Berufsgenossenschaft (BG) Bau in Hamburg. Bei Arbeiten, bei denen üblicherweise Sicherheitsschuhe getragen werden müssen, sollte im Winter zu der gefütterten Variante gegriffen werden.

Die Schutzjacke sollte idealerweise atmungsaktiv sein. „Dann wird Feuchtigkeit von innen besser nach außen abgeleitet“, sagte Heiland. Das sei gerade in Berufen zu empfehlen, in denen Arbeitnehmer ins Schwitzen kommen. Verschwitzt in der Kälte zu arbeiten, erhöhe das Risiko für Erkältungskrankheiten. Sinnvoll sei außerdem, beim Aufenthalt im Freien Handschuhe zu tragen. Das sei allerdings bei manchen Arbeiten schwierig: Ein Zimmerer, der mit der Nagelpistole arbeitet, könne das kaum mit Schutzhandschuhen, sagte Heiland.

Grundsätzlich sind Arbeitgeber aber verpflichtet, die geeignete Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen - von der Jacke bis zu den Sicherheitsschuhen. „Üblich ist, dass die Beschäftigten ihre persönliche Schutzausrüstung bekommen“, sagte der BG-Experte. Sie seien dann allerdings auch verpflichtet, sie tatsächlich zu tragen und sich so gegen die Kälte zu wappnen. Das gilt auch dann, wenn sich zum Beispiel die gefütterte Winterjacke beim Arbeiten unbequem anfühlt. „Es sei denn, es gibt gute Gründe, sie nicht zu tragen“, sagte Heiland. Das sei etwa dann der Fall, wenn die Schutzkleidung bestimmte Arbeiten so stark behindert, dass dadurch Gefahren entstehen.

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