Kämpfer gegen Hass auf Judenhasser-Liste: „Das Wiesenthal-Center hat gehörig danebengelangt“

Antisemitismusbeauftragter Michael Blume
Michael Blume spricht bei einem Interview: Der Antisemitismus-Beauftragte ist zu Unrecht auf eine Antisemiten-Liste gelangt. (Foto: Bernd Weißbrod / DPA)
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Das renommierte Simon Wiesenthal-Center in Los Angeles hat schlecht recherchiert. Es wirft dem Antisemitismus-Beauftragten von Baden-Württemberg, Michael Blume, vor, Judenhass zu relativieren.

Zumeist liegt das Wiesenthal Center richtig, wenn es jährlich eine Liste mit antisemitischen Vorfällen und den Köpfen dahinter herausgibt. Nun hat es gehörig daneben gelangt und damit seiner Reputation geschadet.

Dieser Antisemitismus-Beauftragte ist ein Glück für Baden-Württemberg.

Die Vorwürfe und Begründungen gegen Blume wirken konstruiert - wie auch der Versuch, von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Innenminister Thomas Strobl  Konsequenzen zu erzwingen.

Blume gilt weit über das Bundesland als fachkundiger Kämpfer für Menschenrechte und er wird hoch geachtet für sein Engagement gegen den mannigfaltigen Hass auf religiöse Minderheiten. Dabei gelingt es Blume nicht nur wissenschaftlich zu überzeugen, sondern er findet auch klare und verständliche Worte vor Schulklassen.

Dieser Antisemitismus-Beauftragte ist ein Glück für Baden-Württemberg, verbindet er doch Erinnerungskultur mit der Maßgabe, aktuelle Missstände aktiv zu bekämpfen. Vielleicht sollte sich das Wiesenthal Center einmal anschauen, wer sich über die Entscheidung freut.

Es sind Funktionäre der AfD wie der antisemitischen BDS-Bewegung, die Boykott-Kampagnen gegen Israel organisiert. Eine Überarbeitung der globalen Top 10 des widerlichen Antisemitismus ist angebracht.

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