Manuela Wucherer verkauft zusammen mit Freundinnen am Schmotzigen Dunschdig Essen und Trinken. Der Erlös wird für Typisierungsko
Manuela Wucherer verkauft zusammen mit Freundinnen am Schmotzigen Dunschdig Essen und Trinken. Der Erlös wird für Typisierungsko (Foto: isa)

Markdorf (isa) - Es ist Montagmorgen, als Manuela Wucherer in der Zeitung liest, dass sich am Tag zuvor über 7000 Menschen im Salemer Bildungszentrum typisieren ließen um dem kleinen Lucas zu helfen. Und dass für die vollständige Kostendeckung noch 170 000 Euro an Spenden fehlen. Die große Beteiligung der Region am Schicksal des kleinen, an Leukämie erkrankten Lucas berührt sie, da müsste in Markdorf doch auch etwas zu machen sein. Spontane Idee: leckere Hamburger und Getränke am Schmotzigen Dunschtig beim Hemdglonker verkaufen, um den Erlös zu spenden.

Noch morgens holt sie ihre Freundinnen Steffi Sandkühler und Uschi Prinz mit ins Boot. Nach drei Tagen Organisation und der Mobilisierung möglichst vieler Helfer ist Wucherer begeistert: „Wir erfahren bereits jetzt Unterstützung von vielen Seiten.“ Ob Raumausstatter Fischer, der den zentralen Platz vor seinem Geschäft für einen Stand zur Verfügung stellt, oder Küchen Krall, der sich sofort bereit erklärte den heimischen Herd mit einem Steckdosenstecker zu versehen, damit dieser auch mobil nutzbar wird. Ebenso Weinhändler Bernd Blank und Gemüsebauer Nusser aus Ostrach – Hilfe von allen Seiten. Tanja Mutschler vom Kirchenchor bot nach einer Rundmail sogar an, die Organisation der Getränke zu übernehmen.

„Es läuft jetzt schon gut“, sagt Wucherer zu den Vorbereitungen. Auf vielen Schultern verteilt sei das große Ganze möglich. So helfe auch Lucas‘ Onkel, indem er Informationsplakate vorbeibringe. Der Tennisclub und der Turnverein Markdorf suche zudem nach weiteren fleißigen Helfern. Auch die Narren seien per Mail mobilisiert worden.

Pünktlich um 18 Uhr werden Manuela Wucherer und ihr Team mit dem Verkauf starten können. „Ich freue mich darauf“, sagt Wucherer. Bekannte samt ihrer Kinder würden ebenfalls auf dieses Ereignis freuen, ebenso ihre eigenen Kinder. Die 13-jährige Tochter bastelte beispielsweise die Spendensau. Man wolle jedoch keinesfalls eine Konkurrenz für die örtlichen Wirte darstellen, sondern die Chance nutzen und Spenden für Lucas sammeln.

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