Am Rondell herrscht Gefahr in Verzug

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Die Sanierung des Rondells ist mit 300 000 Euro veranschlagt.
Die Sanierung des Rondells ist mit 300 000 Euro veranschlagt. (Foto: sbo)
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Kaum ist eine Baustelle in der Ringanlage in Villingen beseitigt, steht die nächste Maßnahme an: Ende August, so plant die Stadt, soll ein weiterer Abschnitt zur Sanierung der Stadtmauer beginnen. Hierbei handelt es sich jedoch um einen eher kleineren Teil – bei dem jedoch aufgrund von Gefahr in Verzug gehandelt werden muss. Denn beim Rondell in unmittelbarer Umgebung zur Klosterringschule fallen bereits seit Monaten Steine aus der Mauer.

Bereits zum vergangenen Jahreswechsel hat die Stadt aus Sicherheitsgründen den betroffenen Bereich aus dem Schulhof mit einem Bauzaun abgesperrt. So sollte verhindert werden, dass Passanten oder Schüler gefährdet werden. Die Kosten für die Sanierung des Rondells wurden mit 300 000 Euro veranschlagt. „Wir sind zuversichtlich, dass der Abschnitt bis zum Winterbeginn fertiggestellt wird“, erklärt Oxana Brunner, städtische Pressesprecherin.

Bis Ende des Jahres dürften elf Abschnitte der historischen Befestigungsanlage saniert worden sein. Den ersten Mauerabschnitt nördlich des Romäusturms haben die Experten 2012 als Musterfläche eingerichtet, an der das künftige Vorgehen bei weiteren Sanierungsabschnitten erprobt und festgelegt wurde.

Im Jahr 2013 folgte der zweite Abschnitt südlich des Romäusturms, anschließend wurde das Dach des Pulvertürmles saniert. 2015 nahmen die Arbeiter den nächsten Abschnitt nördlich des Pulvertürmles in Angriff, das Jahr darauf erhielt die Mauer südöstlich des Oberen Tors, nördlich der Bogengasse sowie im Bereich des Romäusturms einen „neuen Anstrich“. 2017 erfolgte die Sanierung des Abschnitts im Bereich Kronengasse/Feuerwehr. Der neunte und zehnte Abschnitt am Abt-Gaisser-Haus und am Romäusturm südlich des Riettors wurden 2018 und 2019 restauriert.

Was die Sanierung der Ringanlagen betrifft, laufen derzeit bereits vorbereitende Maßnahmen für den nächsten Abschnitt. Wie Brunner erklärt, haben Baugrunduntersuchungen stattgefunden, um für die Sanierung alle erforderlichen Angaben zu ermitteln. Brunner: „Die bauliche Umsetzung ist für 2021 vorgesehen.“

Wie erst kürzlich berichtet, steht dann der Abschnitt zwischen dem Bickentor und der Paradiesgasse auf dem Plan. Zuletzt war der Bereich zwischen dem Oberen Tor und der Hafnergasse neu gestaltet worden.

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