Alzheimer: Viele leugnen eigenen Zustand

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Deutsche Presse-Agentur

Viele Alzheimerkranke verkennen den eigenen Krankheitszustand. Das aber ist nötig, um Fortschritte in der Therapie zu erzielen. Darauf weist die Psychologin Hanna Leicht von der Universität Leipzig in der Fachzeitschrift „Psychiatrische Praxis“ hin.

Da Demenzkranke ihre Gedächtnisprobleme häufig verharmlosen oder abstreiten, bringen sie sich langfristig um eine angemessene Behandlung. Die Patienten belasten mit ihrer Uneinsichtigkeit auch ihre Angehörigen - und gefährden die eigene Sicherheit: etwa, indem sie sich trotz mangelnder Fähigkeit weiter hinters Steuer setzen oder allein die Wohnung verlassen, obwohl sie desorientiert sind.

Die Expertin kommt allerdings auch zu dem Schluss, dass die fehlende Selbsterkenntnis notwendiger Selbstschutz sein kann. Uneinsichtige Patienten zeigen seltener Angstsymptome und weniger depressive Anzeichen als jene, die sich ihrer Lage vollkommen bewusst sind.

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