Altersvorsorge mit Riester: Früh anfangen lohnt sich

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Deutsche Presse-Agentur

Je früher junge Menschen eine private Altersvorsorge beginnen, desto mehr profitieren sie von den Zinsen und staatlichen Zulagen. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung in Berlin hin.

Wer bis zum Alter von 25 Jahren eine Riester-Rente abschließt, erhalte zusätzlich zur jährlichen Grundzulage von 154 Euro einen einmaligen Berufseinsteiger-Bonus von 200 Euro, erklärt Stefan Braatz von der Deutschen Rentenversicherung. Um die Grundzulage zu erhalten, müssen Riester-Sparer mindestens vier Prozent des Bruttoeinkommens im Vorjahr einzahlen.

Berufseinsteiger, die im Vorjahr kein oder nur ein geringfügiges Einkommen von bis zu 400 Euro brutto pro Monat hatten, haben laut Braatz schon ab dem Sockelbetrag von 60 Euro im Jahr Anspruch auf die Zulagen - und zwar in voller Höhe. Wer Anspruch auf Kindergeld hat, erhalte darüber hinaus für jedes Kind weitere Zulagen von jeweils 185 Euro. Für jedes Kind, das ab 2008 geboren wurde, schießt der Staat sogar 300 Euro im Jahr bei der Riester-Rente zu. Der erforderliche Grundbetrag von vier Prozent des Einkommens verringere sich dabei um die Gesamthöhe der staatlichen Zulagen.

Junge Menschen sollten sich bei der Altersvorsorge aber nicht zu früh zu stark binden, sagt Braatz. Schließlich könnten sich die Lebensumstände noch stark ändern. Eine Anlage wie eine Lebensversicherung, bei der die jungen Anleger jeden Monat einen festen Betrag einzahlen und diesen in bestimmten Abständen erhöhen müssen, schränke viele finanziell zu stark ein. Eine Riester-Rente biete dagegen den Vorteil, dass die Einzahlungen zur Not auch mal ein Jahr ausgesetzt werden können.

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