Alpenverein warnt vor steigender Lawinengefahr

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Deutsche Presse-Agentur

Nach den Schneefällen der vergangenen Tage warnt der Deutsche Alpenverein (DAV) zum Wochenende vor einem Anstieg der Lawinengefahr in den Alpen. Der Neuschnee werde voraussichtlich zahlreiche Wintersportler in die Berge locken.

Das sagte der Leiter der Alpinen Auskunft beim DAV, Jochen Brune, am Freitag. „Endlich mal wieder Neuschnee nach vier, fünf Wochen mit zwar schönem Wetter, aber schlechtem Schnee“ - vor allem Tourengänger dürften dies nutzen. Der Experte warnte aber: „Bei Skitouren und Unternehmungen abseits der gesicherten Pisten sollte man vorsichtig sein und die Route überlegt wählen.“

Bereits am Freitag (23. Januar) meldete der Lawinenwarndienst für die höheren Lagen zwischen Allgäu und Wendelstein erhebliche Lawinengefahr und damit Warnstufe drei auf der fünfstufigen Skala. Durch Wind und erneute Niederschläge werde die Lawinengefahr aber auch in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen auf drei steigen, sagte Brune. Die Verbindung des alten Schnees mit dem Neuschnee sei schlecht, da der Altschnee verharscht sei.

Verschärft werde die Lage am Wochenende auch in tieferen Lagen durch Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt. „Die Schneedecke wird durchfeuchtet, was die Stabilität vorübergehend heruntersetzt“, erläuterte der Experte. Erst wenn es wieder kalt wird, verbinden sich die Schneeschichten wieder besser. Hinzu komme starker Wind, der den Schnee verfrachte und presse. Auch das erhöhe die Lawinengefahr. Zu Wochenbeginn könne sich die Lage entspannen - dann werden jedoch bereits neue Niederschläge erwartet.

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