„Alles für meinen Vater“: Film über Nahostkonflikt

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Deutsche Presse-Agentur

Der bislang vor allem für seine Fernsehproduktionen bekannte und prämierte Regisseur Dror Zahavi („Doppelter Einsatz“, „Die Luftbrücke“) nähert sich in seinem Kinofilm sensibel und differenziert seiner Hauptfigur, einem palästinensischen Selbstmordattentäter.

Tarek (Shredi Jabarin), der um die Ehre seines Vaters zu retten, keinen anderen Ausweg sieht, als sich auf einem Platz in Tel Aviv in die Luft zu sprengen, kann sein mörderisches Vorhaben nicht in die Tat umsetzen, weil der Zünder streikt. Da Sabbat ist, muss der junge Mann zwei Tage warten, bis er Ersatz besorgen kann. Die Wartezeit indes verändert seine Position gegenüber den potenziellen Opfern grundlegend. Und nicht nur das: Tarek verliebt sich auch noch.

Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden hält den Film für „Besonders wertvoll“, weil er „persönlich und subtil pointiert“ erzähle und die „ganze Dialektik der Konfliktsituation im Nahen Osten“ umfasse.

(Alles für meinen Vater, Deutschland/Israel 2008, 100 Min., FSK ab 12, von Dror Zahavi, mit Hili Yalon, Shredi Jabarin, Shlomo Vishinsky)

www.allesfuermeinenvater.de

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