Alleinerziehende muss nicht voll erwerbstätig sein

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Deutsche Presse-Agentur

Eine allein erziehende Mutter eines Grundschulkindes muss nicht zwingend voll erwerbstätig sein. Das entschied das Pfälzische Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken im Fall einer Mutter eines Achtjährigen in einem Urteil.

Denn der Junge bedürfe noch einer weitgehend lückenlosen Betreuung und Beaufsichtigung. Daher stehe ihr auch weiterhin Unterhalt zu (Az.: 2 UF 99/08). Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage eines geschiedenen Kfz-Meisters gegen seine Ex-Frau ab. Der Kläger wollte vor Gericht die Feststellung erreichen, dass er nicht mehr zu Unterhaltszahlungen verpflichtet sei. Die Frau betreut den gemeinsamen achtjährigen Sohn. Daher ist sie nicht voll erwerbstätig. Der Kläger war indes der Meinung, seiner Ex-Frau sei eine volle Erwerbstätigkeit zumutbar.

Das OLG sah die Sache anders. Die Mutter könne den achtjährigen Sohn sich nicht für mehrere Stunden selbst überlassen. Doch selbst wenn eine ganztägige Betreuung organisierbar wäre, sei dies der Mutter im Interesse des Kindes nicht zumutbar. Denn im Alter von acht Jahren habe das Kind einen „persönlichen Betreuungsbedarf durch die Mutter als Hauptbezugsperson“, befanden die Richter.

Pfälzisches Oberlandesgericht: www.olgzw.justiz.rlp.de

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