ALBA verteidigt in Ulm Tabellenführung

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Deutsche Presse-Agentur

Mit einer großen Energieleistung hat ALBA Berlin in der Basketball-Bundesliga die Tabellenführung verteidigt und das 1000. Pflichtspiel der Vereinsgeschichte erfolgreich absolviert.

Die Berliner kamen drei Tage nach der unglücklichen Niederlage bei Fenerbahce Istanbul in der Euroleague beim direkten Verfolger ratiopharm Ulm zu einem 85:69 (38:40)-Sieg und zeigten dabei besonders im zweiten Durchgang eine ganz starke Vorstellung. Neben dem Titelverteidiger zählten die Baskets Oldenburg und die Skyliners Frankfurt zu den Gewinnern des Wochenendes. Oldenburg siegte bei den Paderborn Baskets 82:69, Frankfurt erkämpfte sich beim Aufsteiger Giants Nördlingen einen 89:85-Erfolg nach Verlängerung.

Vor 3000 Zuschauern im ausverkauften Ulmer Sportzentrum Kuhberg erwischten die Berliner in ihrer Jubiläumspartie einen schwachen Start und lagen nach dem ersten Viertel mit zwölf Punkten zurück (15:27). Doch angetrieben vom starken Ansu Sesay (17 Punkte) kämpfte sich der Meister zurück und ließ sich auch vom umstrittenen Ausschluss seines Trainers Luka Pavicevic wegen des zweiten technischen Fouls nicht beirren. „Das war charakterlich ganz stark, wie die Mannschaft auf die Verbannung ihres Coaches reagiert hat“, meinte Berlins Sportdirektor Henning Harnisch.

Durch die Niederlage gegen Berlin, das im 1000. Spiel den 677. Sieg holte, verpassten es die Ulmer, die Tabellenführung zu übernehmen. Am Freitag hatte das Team von Trainer Mike Taylor gegen die Gießen 46ers noch mit 88:83 gewonnen. Ärgster Verfolger der Berliner sind nun die Baskets Oldenburg. Die Niedersachsen feierten bei den Paderborn Baskets ihren vierten Sieg nacheinander und verbesserten sich auf Rang zwei. „Meine Mannschaft hat sehr gut gespielt. Es ist nie leicht, in Paderborn zu gewinnen“, lobte Oldenburgs Trainer Predrag Krunic sein Team, in dem Jasmin Perkovic (16) bester Werfer war.

Die Deutsche Bank Skyliners konnten sich in Nördlingen wieder einmal auf ihren Kapitän Pascal Roller verlassen. Fünf Sekunden vor der Schlusssirene traf der Spielmacher mit einem Dreier zum Ausgleich und rettete die Gäste in die Verlängerung. Dies war eine Aktion, die Nördlingens Trainer Andreas Wagner erzürnte. „Das war in meinen Augen ein klares Offensivfoul. Das ist der Nationalmannschaftsbonus“, meinte der mit 32 Jahren jüngste Coach der Liga.

Auch in der Verlängerung war Roller der entscheidende Faktor für den vierten Frankfurter Saisonsieg. Mit einem weiteren Dreier brachte er die Skyliners kurz vor dem Ende mit 86:85 in Führung und brach damit endgültig den Widerstand des Neulings. Mit 18 Zählern war der ehemalige Nationalspieler zweitbester Werfer seines Teams, nur der zu Wochenbeginn verpflichtete Amerikaner Titus Ivory traf öfter (19).

Große Erleichterung herrschte in Trier. Nach drei Niederlagen nacheinander gelang der TBB gegen die Giants Düsseldorf ein deutlicher 77:57-Sieg. Im Tabellenkeller verloren neben Gießen auch Köln (65:71 in Tübingen) und Bremerhaven (79:86 gegen Bonn). Die Eisbären bleiben mit 2:14 Punkten Tabellenletzter. Gießen, Köln und Paderborn (4:12) liegen direkt davor.

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