ALBA verliert auch in Bamberg - Skyliners siegen

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Deutsche Presse-Agentur

Der deutsche Basketball-Meister ALBA Berlin hat knapp 48 Stunden nach der Niederlage in der Euroleague auch in der Meisterschaft Lehrgeld bezahlt.

„Wir wussten bereits vorher, dass es nach dieser Reise nach Ljubljana ein sehr schweres Spiel für uns wird. Aber trotzdem muss man sagen, dass wir heute einfach nicht gut genug waren“, meinte Sportdirektor Henning Harnisch nach der 59:71- Niederlage des Tabellenführers am Samstag im Bundesliga-Klassiker bei den Brose Baskets Bamberg. Zudem ärgerten sich die Berliner über die Terminplanung der Deutschen Basketball-Liga (BBL).

Bester Werfer bei den Gästen war vor 6800 Zuschauern Ansu Sesay mit zwölf Punkten. Nationalspieler Steffen Hamann, der vor der Saison aus Bamberg an die Spree gewechselt war, kam auf zehn Zähler. Herausragender Akteur bei den Hausherren war Predrag Suput: Der Serbe steuerte 23 Punkte zum Sieg der Franken bei. ALBA konnte nur im ersten Viertel (12:13) mithalten, ehe das Team von Trainer Luka Pavicevic die Bamberger im zweiten Abschnitt davonziehen lassen musste. Die „Albatrosse“ enttäuschten vor allem von der Freiwurflinie: Nur 11 von 25 Versuchen landeten im Korb.

Wegen der Spielansetzung hat Berlins Vizepräsident Marco Baldi die BBL heftig angegriffen. „Ich suche hier keine Alibis oder Entschuldigungen, aber so kann die Liga nicht mit Topspielen umgehen“, forderte Baldi in der „Berliner Morgenpost“. Hintergrund der Kritik ist, dass die Berliner so gut wie keine Zeit hatten, sich auf die Partie vorzubereiten. Nach dem Match im Ljubljana am Donnerstagabend waren sie am Freitag erst um 18.00 Uhr in Bamberg eingetroffen und konnten nur ein kurzes Training in der Halle absolvieren. „Das ist keine Vorbereitung auf solch ein Topspiel“, kritisierte Baldi.

Die Skyliners Frankfurt festigten ihren Platz in der Spitzengruppe mit einem 84:80-Sieg bei den Giants Düsseldorf und stellten damit erneut ihre Auswärtsstärke unter Beweis. Titus Ivory war mit 21 Punkten sowie 6 Rebounds erfolgreichster Korbjäger bei den Hessen. Der Amerikaner wurde auf der Gegenseite jedoch von Pete Campbell (23) übertrumpft. „Das war ein Erfolg des ganzen Teams. Für 40 Minuten standen wir zusammen und haben einander geholfen“, meinte Ivory. Pascal Roller hatte mit einem Freiwurf sieben Sekunden vor Schluss alles klar gemacht.

In der lange hartumkämpften Partie zwischen Paderborn Baskets und Telekom Baskets Köln legten die Rheinländer ein starkes Schlussviertel hin und setzten sich mit 75:67 durch. Ihren bester Werfer hatten sie in Earl Rowland.

Derweil kommen die Gießen 46ers nicht aus dem Tabellenkeller und warten nach dem 56:65 bei den Giants Nördlingen weiter auf den ersten Erfolg in fremder Halle. Osvaldo Jeanty (21) bei den Gastgebern sowie Robert Maras (14) ragten einen Tag nach der Entlassung von Gießens Sportdirektor Jens Gehlhaar heraus. Auch die Köln 99ers zahlten Lehrgeld und verloren mit 64:86 bei EnBW Ludwigsburg. Tomas Nagys machte die meisten Punkte für die Schwaben (18), Jamon Gordon traf am häufigsten für die Kölner.

99ers-Coach Drasko Prodanovic lobte den Kontrahenten: „Die Ludwigsburger konnten in letzter Zeit gute Ergebnisse erzielen, das Team hat sich gut entwickelt. Unser Ziel ist der Ligaverbleib, wir werden alles dafür tun, um dies zu schaffen.“ Das württembergische Derby bei den Tigers Tübingen gewann ratiopharm Ulm mit 84:77 und hatte in Dru Joyce (25) seinen Top-Scorer.

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