ALBA patzt - Frankfurt weiter im Hoch

Lesedauer: 5 Min
Deutsche Presse-Agentur

Titelverteidiger ALBA Berlin hat dem Kräfteverschleiß der vergangenen Wochen Tribut zollen und am 14. Spieltag der Basketball-Bundesliga die dritte Saisonniederlage hinnehmen müssen.

Die Hauptstädter verloren bei den Giants Düsseldorf 81:84 (45:36) und gaben die Tabellenführung vorübergehend an die Telekom Baskets Bonn ab. Die Rheinländer (20:8-Punkte) gewannen bei der TBB Trier 84:66 (40:33) und haben nun zwei Zähler mehr auf dem Konto als der große Favorit aus Berlin. Allerdings hat ALBA (18:6) noch zwei Partien weniger ausgetragen als die Konkurrenz.

Vor 3250 Zuschauern im Düsseldorfer Burg-Wächter Castello hatten die Berliner zunächst alles im Griff und führten zwischenzeitlich mit 13 Punkten. Doch durch eine Schwächephase im dritten Viertel kippte die Begegnung und die Giants gingen durch einen 11:0-Lauf mit 64:60 in Führung. Zur tragischen Figur bei ALBA, das während der Woche in der Euroleague noch gegen Fenerbahce Istanbul gewonnen hatte, wurde Nationalspieler Steffen Hamann. Der Spielmacher vergab in der Schlussphase drei von vier Freiwürfen, während bei den Hausherren Brant Bailey viermal von der Linie traf. Bailey war mit 22 Punkten zusammen mit Matt Lottich bester Werfer bei den Düsseldorfern. Für ALBA kam Aleksandar Nadjfeji auf 19 Zähler.

Der neue Spitzenreiter Bonn nahm die schwere Auswärtshürde bei TBB Trier überraschend problemlos. Bester Werfer bei den Rheinländern war Earl J. Rowland (13). Die Skyliners Frankfurt hatten ihren Höhenflug mit einem 84:53-Kantersieg über die EWE Baskets Oldenburg fortgesetzt und ihren vierten Sieg in Serie gefeiert. Die Hessen entwickeln sich damit immer mehr zu einem ernsthaften Kandidaten auf den Titel. Wie die Niedersachsen haben sie jetzt 18:8-Punkte auf dem Konto. „Wir haben heute ein deutsches Top-Team geschlagen. Das war das Resultat einer perfekten Teamleistung“, lobte Skyliners-Coach Murat Didin.

Vor 4910 Zuschauern in der Frankfurter Ballsporthalle war Ilian Evtimov (20 Punkte) bester Werfer bei den Hausherren, bei denen Jimmy McKinney nach sechsmonatiger Verletzungspause ein starkes Comeback feierte (11 Zähler). Bereits zur Pause hatten die Deutsche Bank Skyliners die Partie beim Stand von 42:16 für sich entschieden.

Eine starke Saison spielt weiterhin auch die BG Göttingen. Die Niedersachsen kamen bei den Tigers Tübingen zu einem 65:64, nachdem sie zur Halbzeit mit 28:50 scheinbar aussichtslos zurücklagen. Mit 16:6 Punkten ist die BG, die in Bailey (20) ihren besten Werfer hatte, nach Minuspunkten zusammen mit ALBA das beste Team der Liga. „Wir haben ein verrücktes Spiel gesehen. Doch mein Team hat toll gekämpft und immer an den Sieg geglaubt“, sagte Trainer John Patrick.

Einen Dämpfer mussten ratiopharm Ulm und die Artland Dragons hinnehmen. Ulm verlor das Südwestderby bei der EnBW Ludwigsburg nach Verlängerung 91:97 (79:79, 42:34), die Dragons unterlagen im Nordduell bei den Phantoms Braunschweig 66:75 (27:42) und verpassten damit die Revanche für die Niederlage im Pokal-Achtelfinale.

Anschluss halten derweil die Brose Baskets Bamberg, die gegen die Gießen 46ers 79:56 (49:27) gewannen. Wie Gießen verloren auch die anderen Kellerkinder an Boden. Köln kassierte bei den Giants Nördlingen eine 61:73 (33:34)-Pleite, Schlusslicht Bremerhaven musste in Paderborn ein 68:77 (37:38) hinnehmen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen