Diese neuen Corona-Regeln gelten ab sofort in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gelten nun strengste Corona-Maßnahmen. Foto: Bihlmayer/imago Images
Neu ist vorrangig das „„2G-Optionsmodell““ und eine verschärfte Testpflicht für Beschäftigte mit Kundenkontakt. (Foto: via www.imago-images.de / imago)
Digital-Redakteur
Deutsche Presse-Agentur

Ein weiterer Schritt zurück zur Normalität soll es sein. So schreibt es die Landesregierung in ihrer Mitteilung zur neuen Corona-Verordnung, die am 15. Oktober in Kraft getreten ist.

Neu ist vorrangig das „2G-Optionsmodell“ und eine verschärfte Testpflicht für Beschäftigte mit Kundenkontakt

Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

Welche Folgen hat das „2G-Optionsmodell“?

Im Handel, der Gastronomie sowie der Veranstaltungsbranche kann beschlossen werden, nur noch vollständig Geimpften und Genesenen Zutritt zu gewähren. Ob das 2G-Modell an einer Örtlichkeit gilt, muss am Eingang mit einem Hinweis kenntlich gemacht werden. Das galt bislang auch schon. Jetzt aber dürfen die bisherigen Auflagen für Geimpfte und Genesene in geschlossenen Räumen zusätzlich gelockert werden.

Das beinhaltet etwa den Wegfall von Kapazitätsobergrenzen, der Abstandsregel und der Maskenpflicht. Letzteres könnte auch für Fahrschulen interessant sein, wenn somit in den Fahrzeugen bei Anwendung von 2G auf das Tragen von Masken verzichtet werden darf. 

Ausnahmen gibt es für Schülerinnen und Schüler, wenn sie mit dem Schülerausweis auch die an Schulen üblichen Testungen belegen können. Auch Schwangere und Stillende dürfen mit einem beglaubigten negativen Antigen-Test bei 2G nicht ausgeschlossen werden.

Was passiert, wenn sich eine Lokalität gegen das „2G-Modell“ entscheidet?

Dann greifen weiter die bisherigen Regeln. Jeder kann in der Basis- und Warnstufe den Einzelhandel besuchen, ohne einen Nachweis über einen negativen Corona-Test oder den Impfstatus vorlegen zu müssen. 

Andere Innenräume, etwa von Gastronomie, Theater oder Ähnlichem können aber nach dem 3G-Prinzip nur mit einem beglaubigten Negativ-Test oder dem Impfnachweis betreten werden. Bei Veranstaltungen gelten zudem Kapazitätsbegrenzungen.

Was müssen Beschäftigte mit Kundenkontakt beachten?

Für Beschäftigte mit engem Kundenkontakt sieht die neue Corona-Verordnung eine verschärfte Testpflicht vor. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwa in der Gastronomie oder in Friseursalons müssen sich künftig zweimal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen. Geimpfte und genesene Beschäftigte müssen sich nicht testen lassen.

Nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz muss der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern auch weiterhin Tests zur Verfügung stellen. Arbeitnehmer müssen zur Ausübung ihrer Tätigkeit also nicht auf das kostenpflichtige Testangebot zurückgreifen. 

Wie steht es um die Maskenpflicht?

Diese entfällt mit der neuen Corona-Verordnung bereits in der Basisstufe für geimpfte und genesene Besucherinnen und Besucher beim „2G-Optionsmodell“. Am Arbeitsplatz gilt weiterhin auch bei 2G die Maskenpflicht, da eine Offenlegung des Impfstatus aus Datenschutzgründen nicht zulässig ist.

Auch im öffentlichen Personennahverkehr muss weiterhin von allen Fahrgästen eine medizinische Mund-Nase-Bedeckung getragen werden.

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind weiterhin Kinder bis einschließlich fünf Jahren, Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können und dafür eine ärztliche Bescheinigung vorlegen können.

Keine Maskenpflicht gilt weiter bei privaten Treffen, privaten Feiern, in der Gastronomie, Kantinen, Mensen und Cafeterien während des Essens und Trinkens und beim Sport treiben. 

Wie steht es um die Maskenpflicht in den Schulen?

Das Kulturministerium hat angekündigt, dass ab dem 18. Oktober das Tragen einer Maske im Unterricht für Schülerinnen und Schüler entfällt. Dann soll die Maske nur noch auf dem Weg zum Platz getragen werden.

Am Platz im Klassenzimmer selbst gilt dann keine Maskenpflicht mehr. Genaueres hierzu will das Kultusministerium in einer eigenen Verordnung regeln und gesondert darüber informieren.  

Wie weiß ich, welche Pandemie-Stufe in Baden-Württemberg gerade gilt?

Basis für die neue Verordnung sind weiterhin die Zahl der stationären Neuaufnahmen von Corona-Patienten sowie die Auslastung der Intensivstationen mit COVID-19 Patientinnen und Patienten im Land. Hier hat das Land im September ein Drei-Stufen-Modell eingeführt.

Nach dem System gilt derzeit die sogenannte Basisstufe. Die Warnstufe wird ausgerufen, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik eingeliefert wurden. Dann haben Ungeimpfte nur noch mit negativem PCR-Test Zugang zu bestimmten öffentlichen Bereichen.

Stufe drei – die Alarmstufe – gilt, sobald 390 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden oder die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz bei 12 liegt. Dann haben Ungeimpfte gar keinen Zutritt mehr zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen.

Schwäbische.de hat für Sie dazu diese Grafik erstellt, die sich täglich aktualisiert und Ihnen auf einen Blick den aktuellen Pandemie-Status verrät.

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